Die Jordanierin Reem Alsalem ist UN-Sonderberichterstatterin über Gewalt gegen Frauen und Mädchen. Ende Juli veröffentlichte sie einen aufsehenerregenden Bericht, den auch wir in factum positiv erwähnten.(1) Gleichzeitig leugnet sie die Gewalt der Hamas gegenüber israelischen Frauen am 7. Oktober 2023. Es ist ein weiteres trauriges Beispiel der bewussten Ignoranz gegenüber Israel.
Raphael Berger
9. Februar 2026

In einem Statement auf X schrieb sie Mitte November 2025: «Kein Palästinenser hat die Vergewaltigung in Gaza bejubelt. Keine unabhängige Untersuchung hat ergeben, dass am 7. Oktober eine Vergewaltigung stattgefunden hat.» Das ist eine groteske Lüge. Die Täter dokumentierten ihre Verbrechen; die Opferberichte und die Ermittlungen der Polizei sind eindeutig. Die Neue Zürcher Zeitung berichtet von der Dokumentation «weit verbreiteter und systematischer sexueller Gewalt» durch Palästinenser. Die Berichte stammten von unterschiedlichen Urhebern: der israelischen Polizei, Universitäten, Medien wie der «New York Times», NGOs und auch der UNO selbst. Sie basieren auf forensischen Untersuchungen sowie Aussagen von Zeugen und Hamas-Terroristen. Auch freigelassene israelische Geiseln berichteten über sexuelle Gewalt an Männern und Frauen.

Alsalem ist das alles egal. Und mit ihr schweigen weltweit viele Feministinnen bis heute, wenn es um die sexuelle Gewalt der Hamas geht. Tangiert es Israel, gelten für viele andere Massstäbe und Gesetze. Darüber berichtet die israelische Menschenrechtsaktivistin Mandana Dayani in der Dokumentation «Pogrom(s)»: «Als Feministin und Aktivistin stand ich Schulter an Schulter mit Frauen mein ganzes Erwachsenenleben lang.» Sie hätten Monate damit verbracht, für Frauen, Leben und Freiheit zu protestieren. «Aber dann, am 7. Oktober, stand ich plötzlich völlig allein da. Die Anführerinnen, neben denen ich so viele Male gestanden hatte, verschwanden einfach.» Wie viele weitere Beweise braucht es noch, damit die Menschen endlich aufwachen?

1  factum 6/2025, S. 10

Meldung aus factum 01/2026