© Shutterstock.com/10-FACE

Uhr
von Thomas Lachenmaier

Mensch

Eine Frage des Geldes

Der Verkauf von Kindern und die als «Leihmutterschaft» beschönigte Vermietung von Frauenkörpern ist ein milliardenschweres Geschäft – und ein Zivilisationsbruch.

Es können damit einfach zu hohe Profite gemacht werden, als dass diese Praxis so einfach aus der Welt verschwinden könnte. Die Rede ist von dem, was unter dem beschönigenden Wort «Leihmutterschaft» propagiert wird. Diesem Begriff haftet noch «die Restwärme» der Erinnerung an die Kindheit an, schreibt Birgit Kelle in ihrem Buch «Ich kauf mir ein Kind – das unwürdige Geschäft mit der Leihmutterschaft». Aber de facto handelt es sich um eine brutale Praxis, bei der Frauen die Kinder fremder Erzeuger austragen. Es wird keine Mutter verliehen, sondern «der Körper einer Frau vermietet», stellt Cornelia Kaminski, Vorsitzende der Aktion Lebensrecht für Alle (ALfA) e. V. fest. Die Babys werden meist unmittelbar nach der Geburt von ihrer leiblichen Mutter getrennt und verkauft.

Das EU-Parlament hat Leihmutterschaft in einem überraschenden Schritt als «Menschenhandel» und «Ausbeutung» bezeichnet und genauso verurteilt wie Sklaverei oder Zwangsprostitution. Indes: Leihmutterschaft ist ein Milliardenmarkt mit grossem Wachstumspotenzial. International sind die führenden Unternehmen etabliert und nutzen die sich unterscheidenden Rechtslagen der Länder für ihr Treiben aus. Vor allem in der Ukraine, mehreren US-Bundesstaaten, Kanada, Belgien und Thailand können die Menschenhändler ihr Geschäft betreiben. Man schätzt, dass allein in den USA jedes Jahr 10 000 Kinder gekauft werden. Kelle: «Das amerikanische Marktforschungsinstitut ‹Global Market Insight› (MGI) spricht in seinem jährlichen Bericht von einem globalen jährlichen Marktvolumen für das Jahr 2022 von 14 Milliarden Dollar, man geht davon aus, dass der Marktwert in acht Jahren bei 129 Milliarden US-Dollar liegt.» «Einer der grössten Player in den Staaten ist etwa IVIRIMA Global», so Birgit Kelle, welcher 74 Kliniken in neun Ländern betreibt.

In Deutschland verhindert das geltende Embryonenschutzgesetz noch die Leihmutterschaft. Aber die Bundesregierung hat das Thema nach wie vor befürwortend auf der Agenda und unterstützt die verbrecherische Praxis durch Tolerierung des Kinderhandels auf deutschem Boden. Eigentlich ist die Vermittlung einer Mietmutter in Deutschland verboten, aber genau das wird auf öffentlichen Messen praktiziert. Wenn ein Deutscher eine Ersatzmutterschaft vermittelt, kann er mit bis zu drei Jahren Gefängnis bestraft werden. Birgit Kelle schreibt: «Vermittelt ein Ausländer in Deutschland eine Ersatzmutterschaft im Ausland, darf er dafür einen hübschen Messestand aufbauen und bekommt Sendezeit in deutschen TV-Produktionen, um die Grossartigkeit seiner Dienstleistung zu bewerben.» Die deutsche Justiz, so Kelle, drückt beide Augen zu und bereitet selbst den Boden dafür, dass die Bürger das in Deutschland verbotene im Ausland tun dürfen.

Die Bundesregierung ebnet Kinderhändlern den Weg

Die Bundesregierung lässt es zu, dass in deutschen Grossstädten auf Kinderwunschmessen strafbare Dienstleistungen von Ausländern völlig legal angeboten werden und vermittelt wird, was hierzulande verboten ist. «Der Kunde kann dort gemütlich über die Messe schlendern und Verkaufsgespräche führen. Es ist alles nur eine Frage des Geldes.» Sie unterstützt das schändliche Treiben durch Unterstützung für die Kinderhändler. So versorgt die deutsche Botschaft in Kiew im Kinderhandel-Eldorado Ukraine die Kinderkäufer mit einer genauen Anleitung, wie man die gefakte Vaterschaft eines Kindes anerkennen lassen kann, um anschliessend einen deutschen Pass für ein Kind zu bekommen.

Lesen Sie den ganzen Artikel in factum 04/2024

Wir möchten eine klare christliche Stimme in unserer Gesellschaft sein - unabhängig, bibeltreu und aktuell.
Damit das gelingt, sind wir auf Ihre Unterstützung angewiesen.

Neue News

Der Reinhardswald wird zum Industriegebiet
Natur

Reinhardswald: Baustopp gefordert

«Die für die 18 Windindustrieanlagen festgesetzte Rückbausicherheit genügt nicht den gesetzlichen Anforderungen», hält die Naturschutzinitiative e.V. (NI) in einer Medienmitteilung fest. Sie fordert einen Baustopp des Windparks im Reinhardswald. Das Eilverfahren ist seit über vier Jahren hängig.

[mehr] Reinhardswald: Baustopp gefordert
© privat / Peter Menger
Glaube

«Das Wort Gottes neu entdecken»

Mitte November findet in Wetzlar die Uraufführung des Musicals «Das Ende der Nacht» statt. Inhalt ist das Buch der Offenbarung. factum sprach mit dem Komponisten Peter Menger.

[mehr] «Das Wort Gottes neu entdecken»
© shutterstock.com/Anton Ivanov
Mensch

Hitlers teuflischer Plan

Das europäische Judentum war Hitler nicht genug. Um Volk und Land völlig auszulöschen, verbündete er sich mit arabischen Führern. Es kam anders: Aus der Asche erhob sich der Staat Israel.

[mehr] Hitlers teuflischer Plan

Mehr entdecken

ethos  

Neben factum gibt der Schwengeler Verlag eine weitere Zeitschrift heraus. ethos bringt die Frohe Botschaft mitten ins Leben, informiert über Zeittrends, hält den Wertmassstab der Bibel hoch und macht Mut, den Glauben im Alltag zu leben. Die Zeitschrift für Jung und Alt erscheint 6-mal im Jahr mit 68 Seiten.

ethos open hands 

Das christlich-soziale Hilfswerk ist aus der Arbeit des Schwengeler Verlags entstanden. ethos open hands ist eine Nonprofit-Organisation im Sinn einer biblischen Missionsarbeit nach christlichen Grundsätzen. Wir unterstützen Menschen in Rumänien in ihrer materiellen, physischen und geistlichen Not.