Eine aktuelle im Wissenschaftsmagazin «nature» veröffentlichte Studie rechnet mit einer baldigen zyklischen Abkühlung des Klimas. Der postulierte Konsens über die Erwärmung existiert nicht.
Thomas Lachenmaier
3. September 2019

Das weltweit wohl renommierteste wissenschaftliche Magazin «nature» veröffentlichte die Studie1 eines britisch-russischen Forscherteams, das nach der Analyse historisch dokumentierter Klimazyklen zum Ergebnis kommt, dass eine erhebliche Abkühlung der Erde unmittelbar bevorsteht. Die wichtigsten der periodischen Zyklen von Erwärmung und Abkühlung der Erde betragen 350–400 Jahre beziehungsweise 2100 Jahre. Sie hängen unter anderem mit dem Wandel der Sonnenflecken (den periodischen solaren Minima), dem zyklischen Taumeln der Erde um die Sonne und der Neigung der Erdachse zusammen.

Das nächste solare Minima beginnt der Studie zufolge im kommenden Jahr 2020 und dauert bis 2055. Man muss mit «erheblichen Temperaturrückgängen» wie zur Zeit des sogenannten Maunder-Minimums (1645–1715) rechnen, welches die besonders kühle Phase der so genannten «Kleinen Eiszeit» beschreibt, heisst es in der Studie. Ebenfalls in «nature» erschien die Studie2 japanischer Wissenschaftler der Universität Kobe, in der die Auswirkungen der kosmischen Strahlung auf die Wolkenbildung und damit das Klima untersucht wird. Die Forscher bringen diese Strahlung mit der mittelalterlichen Warmzeit (950 n. Chr.–1250 n. Chr.) und der moderaten Erwärmung, die vor 100 Jahren begann, in Zusammenhang.

Diese Studien belegen, wie auch die Studien und Erklärungen vieler Wissenschaftler, dass die Behauptung, es herrsche wissenschaftlicher Konsens über die These vom menschengemachten Klimawandel, nicht stimmt. Der Atmosphärenphysiker Richard Lindzen, der bis zu seiner Emeritierung 30 Jahre lang Professor für Meteorologie in der Abteilung für Erd-, Atmosphären- und Planetenwissenschaft am Massachusetts Institute for Technology (MIT) war, ist einer von vielen renommierten Wissenschaftlern, die die mediale Klimahysterie kritisieren. Er erinnert daran, dass das Klima mit einer Vielzahl von Faktoren zusammenhängt, unter anderem den Bahnvariationen des Erdlaufs, der Neigung der Erdachse, der Sonne, weiteren kosmischen Faktoren, Wolken, Ozeanen und vielem anderen. «Nichts davon ist vollständig verstanden», sagt Prof. Lindzen mit der Vernunft und in der Bescheidenheit, die einem Wissenschaftler gut ansteht.

Er verweist wie auch der Physik-Nobelpreisträger Ivar Giaever darauf, dass das Klima seit jeher und auch heute einem Wandel unterzogen ist – dass dieser Wandel aber, im Gegensatz zur veröffentlichten Wahrnehmung, keineswegs dramatisch ist, sondern sich vielmehr gerade dadurch auszeichnet, dass diese Ups and Downs erstaunlich moderat sind. Das passt genau zu der beschriebenen «kosmischen Feinabstimmung», die entgegen jeder statistischen Wahrscheinlichkeit die Erde zu dem Planeten macht, der für den Menschen «wie geschaffen» ist (lies: Psalm 115,16).

Prof. Lindzen, der Nobelpreisträger Giaever und viele andere Forscher weisen darauf hin, dass es vollkommen ausgeschlossen ist, Vorhersagen über die Entwicklung des statistischen Konstrukts «Klima» (das über Jahrzehnte ermittelte statistische Mittel atmosphärischer Werte) zu treffen. Eine solche Aussage ist unmöglich. Keine Wissenschaft ist dazu in der Lage und auch keine andere Methode erlaubt einen Blick in die Zukunft. Prof. Lindzen verweist darauf, dass sogar der Weltklimarat IPCC in seinem Bericht von 2007 ausdrücklich anerkannte, dass «die langfristige Vorhersage zukünftiger Klimazustände nicht möglich ist».

Prof. Lindzen, Prof. Giaver und auch der studierte Ökologe und Forstwirt Dr. Patrick Moore, einer der Greenpeace-Gründer, verweisen darauf, dass die minimale Erwärmung vor mehr als hundert Jahren begann, also in einer Zeit, als der Mensch sicher nicht der Auslöser gewesen sein kann. Patrick Moore hatte die Organisation verlassen, als sie von einer Umweltschutzorganisation zu einem ideologischen Konzern mutierte, der im Menschen einen Schädling sieht, von dem es so wenige wie möglich geben sollte. Diese Wissenschaftler verweisen darauf, dass der Prozess der Erwärmung, der mit dem Ende der so genannten «Kleinen Eiszeit» (15.–19. Jahrhundert) einsetzte, sich im 21. Jahrhundert abgeflacht hat: «Es hat keinen signifikanten Erwärmungstrend im 21. Jahrhundert gegeben.»

Was Vernunft und Wissenschaft lehren, vermittelt auch die Bibel: die Begrenztheit der Erkenntnis. Sie sagt dies sogar ausdrücklich auch mit Verweis auf atmosphärische Prozesse (lies: Hiob 37 und 38).

Lesen Sie den ganzen Artikel in factum 07/2019.