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von factum-Redaktion
Zürich, Berlin, Köln: Tausende gehen für die ungeborenen Kinder auf die Strasse
Der Marsch fürs Läbe wurde dabei im Vorfeld bereits zum sechsten Mal wegen «Sicherheitsbedenken» aus der Innenstadt an den Stadtrand in Oerlikon verdrängt. Die Gefahr geht jedoch nicht von den friedlichen Lebensschützern aus, sondern von den gewaltbereiten Gegendemonstranten, oft aus dem linksextremen Milieu.
Zürich: Männer sollen ihre Verantwortung wahrnehmen
Unter unter dem Motto «Together for life» galt der Aufruf dieses Jahr allen voran den Männern, ihre Verantwortung als Väter wahrzunehmen (s. a. das factum-Interview mit der Präsidentin des Marschs, Beatrice Gall). So kamen zahlreiche Männer auf der Bühne zu Wort, darunter auch SVP-Nationalrat Nicolas Kolly. Der Freiburger Nationalrat hat am für einen stärkeren Schutz ungeborener Kinder plädiert. «Wenn sich eine Mehrheit heute mit der aktuellen Rechtslage abfindet, hindert dies eine Minderheit – zu der ich gehöre – nicht daran, unter Achtung der Meinungen aller eine andere Ansicht zu äussern», erklärte Kolly. Seine Haltung fasse sich in wenigen Worten zusammen: «Das Leben schützen.» Er sei gekommen, um «in aller Demut denen eine Stimme zu geben, die noch keine haben.» Er forderte, Frauen in Schwangerschaftskonflikten umfassend zu unterstützen und ihnen Alternativen aufzuzeigen.
Berlin: Warnung vor einer «Normalisierung des Tötens unschuldiger Menschen
Rund 4.200 Menschen haben nach Angaben des Veranstalters, dem Bundesverband Lebensrecht (BVL/Berlin), am 19. September am «Marsch für das Leben» in Berlin teilgenommen. Die Polizei sprach zudem von einigen Hundert Gegendemonstranten. Über 1000 Polizisten aus mehreren Bundesländern waren im Einsatz. Bei der Auftaktkundgebung am Washingtonplatz warnte die BVL-Vorsitzende Alexandra Maria Linder vor einer «Normalisierung des Tötens unschuldiger Menschen». Menschen würden «begrifflich entmenschlicht, nach willkürlichen Kriterien aussortiert und für weniger wert erklärt. Als Beispiele nannte Linder ein Gesetz im US-Bundesstaat Massachusetts, das Abtreibungen bis zur Geburt erlaube, sowie das Angebot der Euthanasie als «gleichwertige Alternative» zu medizinischen Behandlungen in Teilen Kanadas.
Köln: «Ein lebendes Denkmal für die Kinder»
In Köln fand die Lebensrechtsdemonstration bereits zum vierten Mal parallel zur Veranstaltung in Berlin statt. Rund 2100 Lebensschützer versammelten sich in der Domstadt. An der Gegendemo beteiligten sich nach Angaben eines Polizeisprechers 500 Personen. Bei der Auftaktkundgebung auf dem Kölner Neumarkt sagte der Theologe Markus Voss, die Teilnehmer des Marsches seien «ein lebendes Denkmal für die Kinder, die durch Abtreibung getötet werden». Abtreibung sei die mit Abstand häufigste Todesursache: Weltweit würden jedes Jahr rund 73 Millionen Kinder abgetrieben. Ihnen werde das elementare «Recht auf den nächsten Herzschlag» vorenthalten. Weiter sagte Voss, Frauen werde oft weisgemacht, eine Abtreibung sei ein normaler medizinischer Eingriff wie eine Blinddarmoperation. Der Verlust eines Kindes sei für Frauen aber oft ein dramatischer Verlust, der sie ihr Leben lang verfolgen könne.
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