© shutterstock.com/Parilov

Uhr
von factum-Redaktion

Mensch

Wichtigste Aufgabe: Vater sein

Am 19. September 2026 findet der «Marsch fürs Läbe» in Zürich statt. factum hat mit der Präsidentin Beatrice Gall über das diesjährige Thema «Männer und Abtreibung» gesprochen.

factum: Frau Gall: Beim Thema «Abtreibung» liegt der Fokus meist auf Frau und Kind, die wenigsten denken zuerst an Männer. Weshalb wohl?


Beatrice Gall: Wenn es um Schwangerschaft und Abtreibung geht, stehen tatsächlich oft die Frau und das Kind im Mittelpunkt. Das ist verständlich, da die Frau das Kind unter ihrem Herzen trägt und sich damit sehr viel in ihrem Leben verändert. Das Kind steht ebenfalls im Fokus, denn für das Kind geht es um Leben oder Tod. Der Mann gerät dabei oft in den Hintergrund, obwohl er als einer von zwei Elternteilen massgeblichen Einfluss auf die Schwangerschaft hat – im positiven oder im negativen Sinn.

 

zvg Beatrice Gall - Präsidentin des «Marsch fürs Läbe»

 

factum: Im Zusammenhang mit Abtreibung wird der Mann oft negativ wahrgenommen – als einer, der die Partnerin unter Druck setzt. Zu Recht?


Gall: Untersuchungen zeigen, dass der Partner einen erheblichen Einfluss auf die Entscheidung der Frau hat. Leider ist dieser Einfluss tatsächlich oft mit dem Druck verbunden, das Kind abzutreiben. Ich bin in meiner Arbeit sehr vielen Frauen begegnet, die von ihrem Partner, aber auch von Ärzten, enorm unter Druck gesetzt wurden, ihr Kind abzutreiben. Entweder scheut der Mann die finanzielle Verantwortung oder ganz grundsätzlich die Verantwortung für eine Familie. Nicht selten droht er damit, die Beziehung zu beenden oder verweigert die Unterstützung bei der Geburt. Viele Frauen können diesem Druck nicht standhalten.

 

factum: Zeigen das auch Studien?


Gall: Ja. Aus verschiedenen Untersuchungen weiss man, dass der Druck oder der Zwang, ein Kind abzutreiben, oft vom Mann ausging. In einer amerikanischen Studie von 2023 berichteten 60 Prozent der befragten Frauen, dass sie das Kind ausgetragen hätten, wenn sie zum Zeitpunkt der Entscheidung mehr Unterstützung erhalten oder über grössere finanzielle Sicherheit verfügt hätten. Sie hätten die Abtreibung als ungewollt oder gar erzwungen erlebt und berichteten über negative psychische Folgen nach der Abtreibung. Nur jede dritte Frau sagte, dass auch sie die Abtreibung gewollt hätte. Die Forscher folgerten daraus, dass nur ein kleiner Teil der Frauen die Abtreibung als marginale oder gewollte Entscheidung ohne Folgen für die eigene Psyche ansehen.

 

 

factum: Es gibt auch Männer, die unter der Abtreibung ihres Kindes leiden. Ist das eine Minderheit?

Gall: ...

 

Neugierig? Lesen Sie das gesamte Interview im factum 05/2026

Zurück

Wir möchten eine klare christliche Stimme in unserer Gesellschaft sein - unabhängig, bibeltreu und aktuell.
Damit das gelingt, sind wir auf Ihre Unterstützung angewiesen.

Neue News

© shutterstock.com/vetre
Glaube

Ein fataler Trend

Mehrere europäische Länder arbeiten daran, das Recht auf Abtreibung in der Verfassung zu verankern. Sie opfern das Lebensrecht ungeborener Kinder zugunsten der vermeintlichen Selbstbestimmung ihrer Mütter.

[mehr] Ein fataler Trend
© shutterstock.com/Parilov
Mensch

Wichtigste Aufgabe: Vater sein

Am 19. September 2026 findet der «Marsch fürs Läbe» in Zürich statt. factum hat mit der Präsidentin Beatrice Gall über das diesjährige Thema «Männer und Abtreibung» gesprochen.

[mehr] Wichtigste Aufgabe: Vater sein
Heinz-Horst Deichmann
Glaube

Ein Unternehmer und Diener

Unternehmer und Arzt – und gleichzeitig ein Diener für Gott und Menschen. Für den überzeugten Christen Heinz-Horst Deichmann kein Widerspruch, sondern Berufung zu einem sinnvollen Leben.

[mehr] Ein Unternehmer und Diener

Mehr entdecken

ethos  

Neben factum gibt der Schwengeler Verlag eine weitere Zeitschrift heraus. ethos bringt die Frohe Botschaft mitten ins Leben, informiert über Zeittrends, hält den Wertmassstab der Bibel hoch und macht Mut, den Glauben im Alltag zu leben. Die Zeitschrift für Jung und Alt erscheint 6-mal im Jahr mit 68 Seiten.

ethos open hands 

Das christlich-soziale Hilfswerk ist aus der Arbeit des Schwengeler Verlags entstanden. ethos open hands ist eine Nonprofit-Organisation im Sinn einer biblischen Missionsarbeit nach christlichen Grundsätzen. Wir unterstützen Menschen in Rumänien in ihrer materiellen, physischen und geistlichen Not.