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von Thomas Lachenmaier
Zerstörung des Reinhardswaldes und das Schweigen im Walde
Wenig, wie sich landauf, landab dokumentieren lässt. Ein Beispiel dafür ist die Zerstörung des mit 200 Quadratkilometern grössten zusammenhängenden Waldgebietes im Norden Hessens, dem Reinhardswald, in dem es auch Urwaldzonen gibt. Der wegen seines Artenreichtums auch als «Schatzhaus der europäischen Wälder» bezeichnete Reinhardswald fällt gigantischen Industrieanlagen zur Nutzung von Windenergie zum Opfer. Er ist das Herzstück des erst 2017 geschaffenen «Naturpark Reinhardswald» in einer der am dünnsten besiedelten Regionen Deutschlands.
Die Zerstückelung des Waldgebietes für den Bau von mindestens 14 km schwerlasttauglicher Strassen zum Bau von zunächst 18 mehr als 240 Meter hohen Anlagen ist in vollem Gange. Die Rede ist von bis zu 50 Grossturbinen. Hunderttausende Lkw-Fahrten zum Bau der Strassen und der bis zu 20 Meter tief gegründeten Fundamente sind erforderlich. Wildkatzen und Amphibien, Sing- und Greifvögel, Fledermauspopulationen, Luchse und artenreiche Insektenbestände, ein grosser Reichtum an Pflanzenarten, unzählige Hunderte Jahre alte Bäume und ökologisch besonders wertvolle Kleinräume: Der praktisch unbesiedelte Reinhardswald zählt zu den ökologisch hochwertigsten und landschaftlich schönsten Naturräumen Deutschlands. Die Lkw-Kolonnen mit Kies und Beton und zum Abtransport des wertvollen Waldbodens befahren gesperrte Strassen, ohne dass die Forstbehörden einschreiten. Sie selbst und das Land Hessen profitieren durch Flächenverpachtungen von den Anlagen. Der Wald schützt die tieferliegenden Orte bei Starkregen, für welche die höchste Gefahrenstufe gilt. Erst im August 2014 verursachten Überschwemmungen in Gieselwerder und Gottsbüren katastrophale Schäden.
Das Echo in den Medien ist lächerlich gering. Bei den grossen Umweltverbänden herrscht buchstäblich «Schweigen im Walde», sie sind mit den grünen Kadern in Politik und Verwaltung personell verflochten und werden von diesen mitfinanziert. Die ehrenamtlichen Bürgerinitiativen vor Ort stehen buchstäblich alleine da. Die indirekt und direkt auch vom Staat finanzierten Aktivisten, die überall auftauchen, wo vermeintlich gegen das Heil des Weltklimas gesündigt wird, haben kein Interesse an dem ökologisch äusserst wertvollen Reinhardswald. «Klimaschutz ist Waldschutz»? Nicht, wenn es darum geht, Wälder für den Bau gigantischer Windgeneratoren-Anlagen oder Naturflächen durch Kollektorenfelder zu zerstören. Die Initiativen vor Ort können auch nicht auf die mediale Lobby der mit dem Geld der Steuerzahler ausgehaltenen regierungskonform dominierten Medien rechnen. Im Gegenteil, sie sind mit den Desinformationskampagnen von vermeintlich objektiven «Faktencheckern» wie «Correctiv», die vom Staat und linken Lobbyisten finanziert werden, konfrontiert. Solcher Medienmacht können sie wenig entgegensetzen.
Meldung aus factum 02/2025
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