Uhr
von Thomas Lachenmaier

Mensch

Stolze Araberin, Muslimin und israelische Zionistin

«Ich möchte zu allen Arabern sagen, besonders zu den israelischen Arabern: Wacht auf! Wir leben hier im Paradies. Eine Million Araber leben hier im Staat Israel an der Seite von Juden und sie leiden nicht wie die Araber, die von Arabern beherrscht werden.» Mit diesem mutigen Bekenntnis wandte sich die arabische Israelin Sara Zoabi an ihre palästinensischen Mitbürger.

Sara Zoabi erklärte zu Beginn ihrer Ansprache im israelischen Parlament, sie definiere sich «als eine stolze Araberin, Muslimin und israelische Zionistin». Eine Zionistin zu sein, bedeute für sie, «dass ich das Recht des jüdischen Volkes auf sein eigenes Land im Heiligen Land unterstütze, auf das Land Israel». 

In Israel, so Sara Zoabi, «gibt es die Freiheit der Meinung, die Freiheit der Religion. Nur in Israel leben Muslime, Christen und Drusen unter solchen Bedingungen, an denen sie sich in arabischen Ländern nicht erfreuen können». Das sei den arabischen Israelis sehr bewusst. 100 Prozent von ihnen würden lieber in Israel leben als unter palästinensischer Herrschaft oder in einem der angrenzenden arabischen Länder. Vor die Alternative gestellt, die israelische Staatsbürgerschaft aufzugeben und Bürger eines arabischen Landes zu werden, würde kein einziger israelischer Araber dies tun.

Die Bürger Israels seien, ungeachtet ihrer Religion, zuerst und vor allem Israelis: «Nur Israel ist eine reale Demokratie, die den Anderen und Andersartigen akzeptiert – ohne Bevorzugung wegen der Rasse, des Geschlechts, der Religion oder der Hautfarbe.» Natürlich sei auch in Israel nicht alles perfekt und es gebe viel zu verbessern, sagte Zoabi, «aber das perfekte Land existiert nur in der Theorie, nicht im realen Leben». Für sie stehe fest: «Die Flagge Israels ist für mich meine Flagge. Und die Hatikvah (die israelische Nationalhymne) ist meine Nationalhymne. Im Guten wie im Schlechten, sei es einfach oder schwierig, wohlhabend oder arm: Dies ist mein Land.»

Die Minderheiten in Israel (Muslime, Christen, Drusen, Beduinen und Tscherkessen) forderte sie zur aktiven Teilhabe an der Gesellschaft und zur Unterstützung des Landes auf: «Es gibt keine Bürgerschaft ohne Loyalität. Du bekommst deine Rechte, erfülle deine Pflichten.» Israel sei das Land von all diesen Bürgern. «Wir alle haben die nationale und bürgerliche Pflicht, in den israelischen Verteidigungsstreitkräften zu dienen und aktive Mitglieder der Gesellschaft zu sein.»

Sara Zoabi weiss, dass es gefährlich ist, seine Meinung so frank und frei zu sagen. Ihr Sohn Mohammed, der sich ebenfalls zum Staat Israel bekannt hatte und die Freilassung der drei jüdischen Bibelschüler gefordert hatte (die ermordet worden waren), ist für seine mutigen Äusserungen von radikalen Muslimen mit dem Tod bedroht worden und musste ins Ausland fliehen. Er lebt mittlerweile in den USA.

Zurück

Wir möchten eine klare christliche Stimme in unserer Gellschaft sein - unabhängig, bibeltreu und aktuell.
Damit das gelingt, sind wir auf Ihre unterstützung angewiesen.

Neue News

© shutterstock.com/concepts
Glaube

Christen im Visier

Die Situation der verfolgten Christen in Pakistan wird immer schlimmer. Das ist auch eine Folge der Blasphemie-Gesetze. Abschätziges Reden über den Koran oder über Mohammed kann in Pakistan mit dem Tod bestraft werden.

[mehr] Christen im Visier
© shutterstock.com/SerPhoto
Glaube

Wie Jesus Europa reich macht(e)

Die westliche Kultur ist Sinnbild für Freiheit, Menschenwürde und Wohlstand. Der Anthropologe Joseph Henrich erforscht deren Gründe. Seine interessanten Ergebnisse gibt es nun in Buchform.

[mehr] Wie Jesus Europa reich macht(e)
© shutterstock.com/Andrei-Dubadzel
Natur

Abfall aufgewertet

Forscher der ETH Zürich und der Empa haben einen Weg gefunden, Sägemehl, das heute meist als Abfall im Ofen landet, mit einem Mineralbinder zu einem schwer entflammbaren, robusten Material zu pressen. (1) Dieses ist sogar kreislauffähig.

[mehr] Abfall aufgewertet

Mehr entdecken

ethos – Glaube. Schöpfung. Welt.

Neben factum gibt der Schwengeler Verlag eine weitere Zeitschrift heraus. ethos macht Mut, informiert über Zeittrends und erleichtert die Meinungsbildung. Die Familienzeitschrift erscheint 12-mal jährlich und spricht alle Altersgruppen an. Das Evangelium von Jesus Christus steht im Zentrum und bringt damit die Frohe Botschaft mitten ins Leben.

open hands – Hoffnung, die hilft.

Die christlich-soziale Osthilfe unterstützt Menschen in
Rumänien – praktisch, herzlich und im Vertrauen auf
Gottes Wort.