© shutterstock.com/D.-Kucharski-K.-Kucharska

Uhr
von Matthias Mross

Natur

So grosse Augen!

Eine Teerunde am Sonntagnachmittag? Nicht ganz die Sache eines Jugendlichen. Was ihn – und wenig später alle – in den Bann zieht, ist klein und wundersam zugleich: eine Springspinne.

Es ist Sonntagnachmittag. Wir sitzen auf der Gartenterrasse, schlürfen Tee und reden über Gott und die Welt. Mein jugendlicher Neffe beteiligt sich nicht daran. Er blickt zu Boden, und wer ihn anspricht, bekommt nur eine knappe Antwort. Doch plötzlich ruft er: «Seht, was ich habe!» Freudestrahlend streckt er mir die Hände entgegen, zwischen denen sich sein Fund verbirgt. Langsam gibt er den Blick frei. Es ist eine Springspinne. Ich bin sofort Feuer und Flamme. Schon immer wollte ich so ein Tier genauer betrachten, jetzt bekomme ich eines direkt unter die Nase gehalten. «Gib mal her!», bitte ich. In einem Trinkglas transportiere ich den Gliederfüsser aus dem Schatten ins helle Sonnenlicht. «Nicht zerquetschen!», ruft mir meine Frau nach, «und auch nicht aufspiessen für deine Insektensammlung!»

«Das ist kein Insekt», antworte ich. Aus meiner Tasche ziehe ich eine Lupe und betrachte die Spinne. Am ganzen Körper, einschliesslich Beinen und Tastern, ist sie behaart. Den Rücken ziert ein schwarzbraunes, gezacktes Muster, das Gesicht ist leicht rötlich. Daraus blicken zwei auffällig grosse Augen – typische Springspinnenaugen, die wie Scheinwerfer starr nach vorne gerichtet sind. Dank des Makroobjektivs meiner Kamera kann ich ein paar passable Fotos schiessen. Dann entlasse ich unseren Gast wieder in die Natur.

«Schaut her!» Auf dem Kameradisplay zeige ich der Teegesellschaft das herangezoomte Spinnengesicht. «Das muss eine Rindenspringspinne sein – genau genommen ein Weibchen dieser Art.» Alle sind beeindruckt und können kaum glauben, dass diese Augen zu dem winzigen Ding gehören, das niemand ausser meinem Neffen bemerkt hat. Das sonntägliche Gespräch bekommt sogleich eine andere Richtung. Viele wissen von mehr oder weniger angenehmen Begegnungen mit Spinnen zu berichten. Die Achtbeiner führen uns zu den Sechsbeinern, zu Käfern, Libellen und Schmetterlingen. Danach betreten seltene Vögel die Bühne, dann Biber, Tintenfische und sogar eine Wechselkröte. In Worten, hier und da unterstützt von Fotos aus den Smartphones, durchschweifen wir weite Teile von Gottes Schöpfung.

Grossartige Augen

Als ich am Abend wieder alleine bin, zieht es mich zurück zur Springspinne. Nochmals betrachte ich ihr Porträt. Was hat es nur mit diesen aussergewöhnlichen Augen auf sich? Wohin in aller Welt blicken sie? Was spielt sich in ihnen ab?

Lesen Sie den ganzen Artikel in factum 01/2026

Zurück

Wir möchten eine klare christliche Stimme in unserer Gellschaft sein - unabhängig, bibeltreu und aktuell.
Damit das gelingt, sind wir auf Ihre unterstützung angewiesen.

Neue News

© shutterstock.com/concepts
Glaube

Christen im Visier

Die Situation der verfolgten Christen in Pakistan wird immer schlimmer. Das ist auch eine Folge der Blasphemie-Gesetze. Abschätziges Reden über den Koran oder über Mohammed kann in Pakistan mit dem Tod bestraft werden.

[mehr] Christen im Visier
© shutterstock.com/SerPhoto
Glaube

Wie Jesus Europa reich macht(e)

Die westliche Kultur ist Sinnbild für Freiheit, Menschenwürde und Wohlstand. Der Anthropologe Joseph Henrich erforscht deren Gründe. Seine interessanten Ergebnisse gibt es nun in Buchform.

[mehr] Wie Jesus Europa reich macht(e)
© shutterstock.com/Andrei-Dubadzel
Natur

Abfall aufgewertet

Forscher der ETH Zürich und der Empa haben einen Weg gefunden, Sägemehl, das heute meist als Abfall im Ofen landet, mit einem Mineralbinder zu einem schwer entflammbaren, robusten Material zu pressen. (1) Dieses ist sogar kreislauffähig.

[mehr] Abfall aufgewertet

Mehr entdecken

ethos – Glaube. Schöpfung. Welt.

Neben factum gibt der Schwengeler Verlag eine weitere Zeitschrift heraus. ethos macht Mut, informiert über Zeittrends und erleichtert die Meinungsbildung. Die Familienzeitschrift erscheint 12-mal jährlich und spricht alle Altersgruppen an. Das Evangelium von Jesus Christus steht im Zentrum und bringt damit die Frohe Botschaft mitten ins Leben.

open hands – Hoffnung, die hilft.

Die christlich-soziale Osthilfe unterstützt Menschen in
Rumänien – praktisch, herzlich und im Vertrauen auf
Gottes Wort.