Uhr
von Thomas Lachenmaier

Mensch

Protest gegen die Verwendung von Embryonen

Eine Gruppe von fast 100 Ärzten, Politikern und in der Lebensschutzbewegung aktiven Christen aus der ganzen Welt fordern in einem öffentlichen Appell, keine COVID-19-Impfstoffe einzusetzen, für deren Entwicklung Körperteile von ungeborenen Babys verwendet wurden.

Zu den Erstunterzeichnerinnen gehört auch die 100-jährige Dr. Wanda Półtawska, die Opfer medizinischer Experimente im Konzentrationslager Ravensbrück war, und Abby Johnson, ehemalige Direktorin einer Abtreibungsklinik in den USA. Johnson kam durch ihre Arbeit zum Umdenken, sie engagiert sich heute in der Bewegung zum Schutz des Lebens.

Die Unterzeichner kritisieren «die stillschweigende Zustimmung» zu der Tatsache, dass bei der Entwicklung der Covid-Impfstoffe Zelllinien getöteter Ungeborener verwendet wurden: «Wir können uns nicht zurücklehnen, während die Verwendung abgetriebener menschlicher Föten in der medizinischen Forschung allmählich als ein ‹unglücklicher› Teil der modernen Medizin normalisiert wird.» Bei allen COVID-19-Impfstoffen, so die Unterzeichner, werden «abgetriebene fötale Zelllinien verwendet, entweder direkt während des Herstellungsprozesses oder indirekt durch Tests».1 Bei der Entwicklung der Impfstoffe sind abgetriebene fötale Zellen nicht nur «während der Tests» verwendet worden. Vielmehr werden sogenannte HEK-293-Zellen (Human Embryonic Kidney-293) als integraler Bestandteil des mRNA-Impfstoffs eingesetzt. Die Unterzeichner können dies auch belegen.2 Auch um die Wirksamkeit der mRNA-Impfstoffe zu bestätigen, werden Zellen von abgetriebenen Föten verwendet.3 Zu lesen, wie Pharmaforscher von einer neuen Zelllinie schwärmen, die aus der Lunge eines Babys stammt, ist schwer erträglich.4

Die Unterzeichner des Aufrufs kritisieren, dass die Verwendung abgetriebener Kinder in der Forschung und bei der Entwicklung von Impfstoffen in den letzten Jahrzehnten nur deshalb immer mehr zugenommen habe, weil der öffentliche Aufschrei über etwas ausgeblieben sei, was «normalerweise als unethisch angesehen werde». Die «allgemeine Duldung abtreibungsbedingter Impfstoffe, insbesondere durch Christen», habe nur zur Kultur des Todes beigetragen. Jetzt sei es an der Zeit, dass Christen «diesem Horror mutig entgegentreten und das Recht auf Leben für die Schwächsten mit maximaler Entschlossenheit verteidigen».

1    «Covid-19 Vaccines and Treatments in Development», Children of God for Life, January 12, 2021. https://cogforlife.org/wp-content/uploads/CovidCompareMoralImmoral.pdf
2    Daniel Wrapp, et al. «Cryo-EM structure of the 2019-nCoV spike in the prefusion conformation», Science Magazine, March 13, 2020.
3    «Guidance on Getting the COVID-19 Vaccine», Children of God for Life.
4    https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/25803132/

Lesen Sie den ganzen Artikel in factum 04/2021

Zurück

Wir möchten eine klare christliche Stimme in unserer Gellschaft sein - unabhängig, bibeltreu und aktuell.
Damit das gelingt, sind wir auf Ihre unterstützung angewiesen.

Neue News

© shutterstock.com/concepts
Glaube

Christen im Visier

Die Situation der verfolgten Christen in Pakistan wird immer schlimmer. Das ist auch eine Folge der Blasphemie-Gesetze. Abschätziges Reden über den Koran oder über Mohammed kann in Pakistan mit dem Tod bestraft werden.

[mehr] Christen im Visier
© shutterstock.com/SerPhoto
Glaube

Wie Jesus Europa reich macht(e)

Die westliche Kultur ist Sinnbild für Freiheit, Menschenwürde und Wohlstand. Der Anthropologe Joseph Henrich erforscht deren Gründe. Seine interessanten Ergebnisse gibt es nun in Buchform.

[mehr] Wie Jesus Europa reich macht(e)
© shutterstock.com/Andrei-Dubadzel
Natur

Abfall aufgewertet

Forscher der ETH Zürich und der Empa haben einen Weg gefunden, Sägemehl, das heute meist als Abfall im Ofen landet, mit einem Mineralbinder zu einem schwer entflammbaren, robusten Material zu pressen. (1) Dieses ist sogar kreislauffähig.

[mehr] Abfall aufgewertet

Mehr entdecken

ethos – Glaube. Schöpfung. Welt.

Neben factum gibt der Schwengeler Verlag eine weitere Zeitschrift heraus. ethos macht Mut, informiert über Zeittrends und erleichtert die Meinungsbildung. Die Familienzeitschrift erscheint 12-mal jährlich und spricht alle Altersgruppen an. Das Evangelium von Jesus Christus steht im Zentrum und bringt damit die Frohe Botschaft mitten ins Leben.

open hands – Hoffnung, die hilft.

Die christlich-soziale Osthilfe unterstützt Menschen in
Rumänien – praktisch, herzlich und im Vertrauen auf
Gottes Wort.