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von factum-Redaktion
Museum der Freunde
Christen haben eine sehr grosse Rolle bei der Rückkehr des jüdischen Volkes in sein Land gespielt. Das wird auch von der Politik anerkannt. So bekannte Premierminister Benjamin Netanjahu einmal: «Ich glaube nicht, dass der jüdische Staat und der moderne Zionismus ohne den christlichen Zionismus möglich gewesen wären.»
Im 19. Jahrhundert unterstützte zum Beispiel Henry Dunant, der Gründer des CVJM und des Roten Kreuzes, das jüdische Volk in seinem Bestreben, wieder eine Nation zu werden. Theodor Herzl hatte ihn dafür als «christlichen Zionisten» gewürdigt. Zu diesen gehörte auch der amerikanische Professor für hebräische Sprache George Bush. Von ihm stammt das 1844 erschienene Buch «The Valley of Vision; or: The Dry Bones of Israel Revived» («Das Tal der Visionen, oder: Die trockenen Gebeine Israels wiederbelebt»). Das Buch nimmt Bezug auf die Vision des Propheten Hesekiel (Hes. 37), die sich inzwischen erfüllt. Auch Bushs Landsmann William Blackstone, ebenfalls ein bekennender Christ, wird in dem Museum gewürdigt. Er brachte 1891 eine Petition ein mit dem Ziel, den in Russland in Bedrängnis geratenen Juden bei der Einwanderung nach Israel zu helfen.
Das Museum erinnert auch an die holländische Familie ten Boom, die über viele Jahrzehnte hinweg Israel unterstützt hat, auch in der Nazizeit. Drei Generationen lang hat die Familie ten Boom wöchentlich Menschen eingeladen, um für den Frieden Jerusalems, das Volk in der Diaspora und die Heimkehr ins Land zu beten. Dieses Gebetsanliegen hat nichts von seiner Dringlichkeit verloren.
Museumsgründer Mike Evans hatte damit gerechnet, dass vor allem Christen das Museum besuchen, inzwischen sind aber 50 Prozent der Gäste jüdisch. Die Ausstellung zeigt auch die biblischen Wurzeln der Verbindung zwischen dem jüdischen Volk und Israel.
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