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von Bettina Hahne-Waldscheck

Glaube

Keine Verurteilung mehr

Die Gläubigen erwartet in der Ewigkeit bei Gott kein Strafgericht, sondern ein Preisgericht. Es wird Freude über den «Lohn» und die «Früchte» herrschen, die gerecht verteilt werden.

Immer wieder ist in der Bibel vom «Lohn im Himmel» die Rede, und davon, sich «Schätze im Himmel» (Matth. 6,20) zu sammeln. «Siehe, ich komme bald und mein Lohn mit mir, um einem jeden so zu vergelten, wie sein Werk sein wird» (Off. 22,12).
«... und dein Vater, der ins Verborgene sieht, wird dich belohnen» (Matth. 6,6). Tatsächlich wird Jesus seine Nachfolger nach seiner Wiederkunft zu einem Preisgericht versammeln, bei dem es um die Verteilung dieser im Himmel gesammelten «Schätze» gehen wird: «Denn wir alle müssen vor dem Richterstuhl des Christus offenbar werden, damit jeder das empfängt, was er durch den Leib gewirkt hat, es sei gut oder böse» (2. Kor. 5,10).

Bei diesem «Richterstuhl», wie ihn die meisten Übersetzungen nennen, handelt es sich nicht um den «grossen, weissen Thron» des Endgerichts aus Offenbarung 20,11, sondern um das Preisgericht. Das hier benutzte griechische Wort «Bema» bedeutet «Bühne» oder «Preisrichterbühne». Hier werden Preise und keine Strafen verteilt.

«Du aber, was richtest du deinen Bruder? Oder auch du, was verschmähst du deinen Bruder? Werden wir doch alle vor der Preisrichterbühne Gottes dargestellt werden» (Röm. 14,10).

«Denn wir wissen, dass Er, der den Herrn Jesus auferweckt hat, auch uns durch Jesus auferwecken und uns zusammen mit euch darstellen wird» (2. Kor. 4,14).

Bei Gericht denkt man schnell, dass jetzt auch Missetaten aufgezählt werden. Doch diese sind durch das Blut Jesu abgegolten. Beim Preisgericht wird es keine Verurteilung mehr geben und die Gläubigen können ihre Erlösung nicht mehr verlieren: «Jetzt gibt es keine Verurteilung mehr für die, welche in Christus Jesus sind» (Röm. 8,1). «Ich werde nie wieder an ihr Unrecht und ihre Sünden denken» (Hebr. 10,17). «Wer mein Wort hört und glaubt dem, der mich gesandt hat, der hat das ewige Leben und kommt nicht in das Gericht, sondern er ist vom Tode zum Leben durchgedrungen» (Joh. 5,24).

Ewiges Leben ist ein Geschenk, dass wir uns nicht verdienen können. Stattdessen werden die Gläubigen ausgezeichnet für ihr Leben, je nachdem, wie viel Frucht sie gebracht haben. Jesus ermutigt uns, unsere Schätze nicht auf der Erde zu sammeln, «wo sie die Motten und der Rost fressen und wo die Diebe einbrechen und stehlen» (Matth. 6,19). «Dann wird jedem das Lob von Gott zuteilwerden» (1. Kor. 4,5).

Im Bema-Preisgericht werden nur Menschen sein, die sich durch das Blut Jesu haben reinwaschen lassen und die das Geschenk der Gerechtigkeit angenommen haben. Es geht dort um Lohn, um Ehre und Lob von Gott als Auszeichnung für den «Lauf auf der Rennbahn» und für den Dienst und das Leiden für ihn.

Lesen Sie den ganzen Artikel in factum 04/2021

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