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von factum-Redaktion

Glaube

Israel-Akademie gegründet

Der Arbeitskreis Israel des Liebenzeller Gemeinschaftsverbandes hat die «Israel Akademie für Multiplikatoren und Gemeinden» (IAM) gegründet. Zielgruppe sind Christen, die mehr über die Bibel und Israel erfahren möchten.

Das teilte der Leiter des Arbeitskreises, Gemeinschaftspastor Karl-Heinz Gep-pert (Weinheim bei Heidelberg), bei der 21. Süddeutschen Israelkonferenz in Bad Liebenzell (Nordschwarzwald) mit. Die Akademie bietet Material zum Selbststudium, Seminare sowie Reisen ins Heilige Land an. Innerhalb von zwei Jahren können sich Interessierte durch von der Akademie vorgeschlagene Literatur mit verschiedenen Israelthemen auseinandersetzen. Dabei stehe ihnen ein sogenannter «Buchbegleiter» zur Seite. Für Gemeinden organisieren die Akademie-Mitarbeiter Veranstaltungen und vermitteln Referenten. Nach Ansicht des Vorsitzenden des Arbeitskreises, Werner Hartmann, spielt das Thema Israel in vielen christlichen Gemeinden keine oder nur eine untergeordnete Rolle, da der Schwerpunkt der Verkündigung meist auf dem Neuen Testament und damit ausschliesslich auf der christlichen Gemeinde liege. Die Geschichte Gottes mit seinem Volk gerate darüber oft in Vergessenheit. Der Arbeitskreis möchte daher zum Studium der ganzen Bibel anregen. Dadurch solle aufgezeigt werden, was Christen mit dem auserwählten Volk Gottes verbinde und wie sie mit Juden ins Gespräch kommen können. Der Leiter der internationalen christlichen Gemeinschaft «King of Kings» (König der Könige) in Jerusalem, Chad Holland, sagte, dass Christen ihre Identität in dem Gott fänden, der sich Mose und dem Volk Israel vorstellte (2. Mose 3,15). Juden und Christen hätten ihre gemeinsame Wurzel im Gott Abrahams, Isaaks und Jakobs, so Holland. Er ermutigte, dass sich christliche Gemeinden wieder mehr mit dieser gemeinsamen Identität beschäftigen und nach Israel reisen. Hilfreich sei auch, dass deutsche und israelische Jugendliche sich kennenlernten. Es gelte, die dunklen Kapitel der deutschen Geschichte nicht zu vergessen, sondern die Erinnerung daran an die nächsten Generationen weiterzugeben.

(Artikel aus factum 4/2017)

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