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von Michael Hauke
Freiheit bewährt sich
In 24 Bundesstaaten der USA gibt es seit vielen Monaten keinerlei Corona-Massnahmen mehr, keine Schulschliessungen, keine Abstandsregeln, keine Maskenpflicht, keine Gottesdienst- und Konzertverbote – und trotzdem kein überlastetes Gesundheitswesen. Es ist auch kein Sonderweg mehr, denn die Staaten ohne jede Corona-Massnahmen machen längst weit mehr als die Hälfte der Fläche der Vereinigten Staaten aus. Das Bemerkenswerte daran ist, dass die Coronazahlen in diesen Staaten nach unten gehen und deutlich besser aussehen als in den Staaten mit staatlichen Zwangsmassnahmen. In den Staaten ohne Lockdown gibt es nur noch halb so viele tägliche «Neuinfektionen» wie in den Staaten mit harten Restriktionen.
Der Gouverneur von Florida, Ron DeSantis, hatte am Anfang der Corona-Zeit, im April 2020, eine einmonatige Ausgangssperre verfügt. Für diese Entscheidung hat er sich inzwischen bei seinen Bürgern entschuldigt. Mit der Entscheidung, sämtliche Massnahmen aufzuheben, erntete er im vergangenen Jahr viel Skepsis. Es wurde ihm eine unverantwortliche Politik vorgeworfen, die Zehntausende Corona-Tote nach sich ziehen werde. Es wurde allerdings schnell sichtbar, dass sich die Zahlen nicht anders entwickelten, teilweise sogar besser, als in den Bundesstaaten, die weiterhin restriktive Massnahmen vollzogen. Bei den Todeszahlen liegt Florida übrigens inzwischen deutlich unter dem USA-weiten Schnitt.
Texas folgte am 2. März dem Beispiel Floridas. Auch hier blieb die Überlastung des Gesundheitswesens aus. US-Präsident Joe Biden, der sogar dem Osterhasen im Weissen Haus eine Maske überzog, hatte Texas noch vor einem «Neandertaler-Denken» gewarnt und Zehntausende Tote erwartet. Das hat mit der Wahrheit in den einzelnen Staaten allerdings überhaupt nichts mehr zu tun. In Texas gab es zweieinhalb Monate nach Aufhebung der Massnahmen, am 16. Mai, zum ersten Mal einen Tag ohne einen einzigen Menschen, der an oder mit Corona verstarb.
Die Entwicklung in den USA – von der man in Deutschland kaum ein Wort erfährt – hat inzwischen eine enorme Dynamik angenommen. Dabei ist Folgendes zu beobachten: Es werden nicht nur die Massnahmen beendet, sondern es erfolgt auch eine Entschuldigung bei den Menschen und eine Amnestie für die verurteilten Bürger, die gegen die Regeln verstossen hatten. Darüber hinaus planen einige Staaten, einen Wiederholungsfall per Gesetz auszuschliessen. Lockdowns werden dort für alle Zeit verboten.
Ein anschauliches Beispiel sind die beiden Dakotas. Während es in South Dakota niemals einen Lockdown gab, hatte North Dakota harte Restriktionen verordnet. Eine nüchterne Bestandsaufnahme führte dazu, dass North Dakota feststellte, wie die Corona-Zahlen im südlichen Nachbarstaat trotz komplett unterschiedlicher Herangehensweise nahezu identisch waren, die eigene Wirtschaft aber abgestürzt war. North Dakota hatte die Kraft, den Fehler einzugestehen und hob alle Massnahmen vor einem halben Jahr, am 19. Januar, auf – mit grossem Erfolg. Florida, wo es nie eine Maskenpflicht gab, hatte bereits Ende September 2020 alle sonstigen Massnahmen beendet und das normale Leben wieder ermöglicht. Auch hier hatte sich der Gouverneur bei seinen Bürgern entschuldigt.
Alle US-Staaten, die die Massnahmen aufgehoben haben, kamen zu einer gemeinsamen Feststellung: Maskenpflicht, Lockdowns, Quarantäne und Kontaktverfolgung helfen nicht, schaden aber erheblich: der Gesundheit (insbesondere der Psyche, was auch körperlich krankmachend ist und Menschenleben fordert), der Wirtschaft, dem Gemeinwohl. Jeder Bundesstaat, jeder Gouverneur, der diesen Schritt vollzog, hatte die Kraft, vor die Bürger zu treten und seinen Fehler einzuräumen.
Warum sind wir in Deutschland davon so weit entfernt?
Lesen Sie den ganzen Artikel in factum 04/2021
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