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von Daniel Gerber
Es geht nicht um Mut, es geht um Glauben
In Zusammenarbeit mit der christlichen Organisation Open Doors, die sich für verfolgte Christen einsetzt, stellt das Geistlich-diakonische Zentrum der Kommunität Diakonissenhaus in Riehen bei Basel Bilder von Maamun Kamram aus. Open Doors steuert Informationen über verfolgte Christen im Irak zu der Ausstellung bei. «Die Kalligrafien erzählen nicht nur vom Leiden der Christen, sondern auch von den Schätzen des Glaubens dieser Christen», erläutert Ausstellungsleiter Pfarrer Hans-Rudolf Bachmann, «sie veranschaulichen das christlich-orientalische Erbe des Irak.»
Der gebürtige Iraker nennt seine Kompositionen «Gottes Zeichen». In manchen Darstellungen bilden die Schriftzüge ein Symbol, zum Beispiel wird das Wort «Herr» in Taubenform geschrieben, dieser Vogel steht zugleich für den Heiligen Geist.
Die irakischen Christen blicken auf eine reichhaltige Geschichte in der Wiege der Christenheit zurück. Heute ist ihre Existenz bedroht. Das verdeutlichen die Texte und Fotos, mit denen Open Doors irakische Christen vorstellt. So etwa Barika, die dreissig Minuten vor dem Angriff des Islamischen Staat (IS) aus ihrer Ortschaft fliehen konnte. Heute kümmert sich Barika um Frauen, die aus den Fängen des IS entfliehen konnten. Oder die beiden Mönche Barnaba und Boutros, die im Mar-Mattai-Kloster nahe der Stadt Bashiqa in der Ninive-Ebene leben. Die Frontline zum IS verläuft nur einige Kilometer entfernt, dennoch wollen die beiden zusammen mit fünf anderen Geistlichen vor Ort bleiben, wo sie knapp dreissig Menschen beherbergen. «Es geht nicht um Mut, sondern um Glauben», heben die beiden hervor.
Die Ausstellung im Geistlich-diakonischen Zentrum der Kommunität Diakonissenhaus Riehen, Spitalweg 20, CH-4125 Riehen, dauert noch bis zum Sonntag, 25. September 2016.
(Artikel aus factum 6/2016)
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