Uhr
von Thomas Lachenmaier
Dümmer geht immer
Der «Vater der Lüge» stellt die Dinge gerne auf den Kopf. Das scheint noch zu keiner Zeit so leicht gewesen zu sein wie heute, denn wir leben in dem Zeitalter, das bereits als «postfaktisch» bezeichnet wird: Fakten spielen keine Rolle mehr. Ob etwas eine Tatsache ist oder nicht: Wen interessiert das? Tatsachen werden behandelt wie Meinungen: Man kann «dagegen» sein, wie man anderer Meinung sein kann. Man kann sie in Abrede stellen. Zwei und zwei ist fünf.
Mit der Leugnung der historischen Verbindung des Judentums zum Tempelberg ist diese extreme Form der Wahrheitsverachtung auf der höchsten politischen Ebene angekommen: Das «Exekutivkomitee» der UNESCO leugnet die jüdische Vergangenheit des Tempelbergs. Dabei ist diese historisch so eindeutig, wie zwei und zwei vier ergibt. Der erste und der zweite Tempel standen hier, archäologische Artefakte in Masse zeugen davon: Mauern, Münzen, Bullen, Steine und Stelen. Der älteste jemals entdeckte Bibeltext aus dem Jahr 600 vor Christus wurde in einer Höhle in Jerusalem entdeckt. Er enthält, auf Silbertafeln geschrieben, und er ist das Segensversprechen Gottes, welches von Zion ausgehen wird in alle Welt und welches dem jüdischen Volk hier gegeben wurde: «Der HERR segne dich und behüte dich.»
Die ganze Bibel, das Alte und das Neue Testament, unzählige historische Berichte, etwa von Flavius Josephus, sprechen von der jüdischen Vergangenheit dieses Ortes. Jesus besuchte hier regelmässig den Tempel und las aus der hebräischen Bibel. Sogar eine tausend Jahre alte Inschrift in der Moschee von Nuba, einem arabischen Dorf in Judäa, unweit von Hebron, bezeugt den Ort als den «Fels des Heiligen Tempels». Kein Geringerer als Umar Ibn Al-Khattab, der arabische Regent, der Jerusalem von den Byzantinern im Jahr 638 erobert hatte, spricht hier von dem «Heiligen Tempel» der Juden.
Bereits vor zweieinhalbtausend Jahren war Jerusalem eine pulsierende jüdische Stadt. Daran erinnerte der israelische Politiker Jair Lapid. Die jüdische Vergangenheit Jerusalems zu leugnen ist so abwegig wie die Behauptung, die chinesische Mauer habe nichts mit China zu tun oder die Pyramiden nichts mit Ägypten. So formulierte es Israels Premier Benjamin Netanjahu in einer Rede vor der UNO.
Jürgen Bühler von der Christlichen Botschaft Jerusalem (ICEJ) erklärte, dass die UN-Abstimmung einer Neuschreibung der Geschichte gleichkomme, den heiligen Stätten werde ihre 4000 Jahre alte jüdische und 2000 Jahre alte christliche Verbindung entzogen. Bühler erinnerte daran, dass Jesus sich hier im jüdischen Tempel «mit Eifer für dessen Berufung als ‹Haus des Gebets für alle Völker›» eingesetzt hat.
(Artikelauszug aus factum 9/2016)
Wir möchten eine klare christliche Stimme in unserer Gellschaft sein - unabhängig, bibeltreu und aktuell.
Damit das gelingt, sind wir auf Ihre unterstützung angewiesen.
Neue News
Christen im Visier
Die Situation der verfolgten Christen in Pakistan wird immer schlimmer. Das ist auch eine Folge der Blasphemie-Gesetze. Abschätziges Reden über den Koran oder über Mohammed kann in Pakistan mit dem Tod bestraft werden.
[mehr] Christen im VisierWie Jesus Europa reich macht(e)
Die westliche Kultur ist Sinnbild für Freiheit, Menschenwürde und Wohlstand. Der Anthropologe Joseph Henrich erforscht deren Gründe. Seine interessanten Ergebnisse gibt es nun in Buchform.
[mehr] Wie Jesus Europa reich macht(e)Abfall aufgewertet
Forscher der ETH Zürich und der Empa haben einen Weg gefunden, Sägemehl, das heute meist als Abfall im Ofen landet, mit einem Mineralbinder zu einem schwer entflammbaren, robusten Material zu pressen. (1) Dieses ist sogar kreislauffähig.
[mehr] Abfall aufgewertetMehr entdecken
ethos – Glaube. Schöpfung. Welt.
Neben factum gibt der Schwengeler Verlag eine weitere Zeitschrift heraus. ethos macht Mut, informiert über Zeittrends und erleichtert die Meinungsbildung. Die Familienzeitschrift erscheint 12-mal jährlich und spricht alle Altersgruppen an. Das Evangelium von Jesus Christus steht im Zentrum und bringt damit die Frohe Botschaft mitten ins Leben.