© shutterstock.com/Uncle-Leo

Uhr
von Raphael Berger

Natur

Doch nicht so zufällig

Eine im Wissenschaftsmagazin «Nature» vorgestellte Studie (1) der Universität Kalifornien zeigt, dass Regionen im Erbgut, die für das Überleben des Organismus unverzichtbar sind, besonders vor Mutationen geschützt sind. Dies stellt die gängige Evolutionsbiologie auf den Kopf.

Bisher war die vorherrschende Lehrmeinung, dass Mutationen im Genom rein zufällig und überall mit gleicher Wahrscheinlichkeit auftreten und somit eine richtungslose Kraft der Evolution sind. Grey Monroe, Assistenzprofessor und Pflanzengenetiker an der Universität von Kalifornien, und sein Team entdeckten nun bei Forschungen an der Modellpflanze Acker-Schmalwand, dass dem nicht so ist. Der Acker-Schmalwand eignet sich aufgrund seines verhältnismässig kleinen Genoms und der sehr kurzen Generationszeit von fünf bis sechs Wochen optimal für Forschungszwecke. Die Wissenschaftler testeten in ihrer Studie die Zufälligkeit von Mutationen im Genom. Dabei fanden sie heraus, dass Mutationen in Regionen mit essenziellen Funktionen im Vergleich zu Regionen ohne essenzielle Gene um zwei Drittel reduziert sind.

Grey Monroe: «Ich war völlig überrascht von den nicht-zufälligen Mutationen, die wir entdeckt haben. Seit dem Biologieunterricht in der Schule hat man mir immer gesagt, dass Mutationen zufällig sind.» Die Forscher fanden heraus, dass die zelleigenen Reparaturmechanismen an den essenziellen Stellen besonders aktiv und die Gene somit gut vor Mutationen geschützt sind.

Genauso überraschend und erfrischend ist in diesem Zusammenhang die Zusammenfassung der Studie, die ohne Umschweife und in wenigen Sätzen an einem Grundpfeiler der Evolution, nämlich Mutation und Selektion, rüttelt. Sie beginnt mit der Beschreibung der Ausgangslage: «Seit der ersten Hälfte des zwanzigsten Jahrhunderts wird die Evolutionstheorie von der Vorstellung beherrscht, dass Mutationen im Hinblick auf ihre Folgen zufällig auftreten. Hier überprüfen wir diese Annahme anhand grosser Erhebungen» und schliesst mit der Konklusion: «Dies (die Untersuchungen, Anm. d. Red.) stellt das vorherrschende Paradigma in Frage, dass Mutation eine richtungslose Kraft in der Evolution ist.»

Gott selbst sorgt dafür, dass auch in dieser dunklen Zeit die Wahrheit immer wieder ans Licht kommt, damit Menschen letztendlich von der Frohen Botschaft der Erlösung erfahren. Gott hat die Kontrolle, «er ändert Zeit und Stunde; er setzt Könige ab und setzt Könige ein; er gibt den Weisen ihre Weisheit und den Verständigen ihren Verstand, er offenbart, was tief und verborgen ist; er weiss, was in der Finsternis liegt, denn bei ihm ist lauter Licht» (Dan. 2,21–22).

1    https://doi.org/10.1038/s41586-021-04269-6

Meldung aus factum 04/2022

Zurück

Wir möchten eine klare christliche Stimme in unserer Gellschaft sein - unabhängig, bibeltreu und aktuell.
Damit das gelingt, sind wir auf Ihre unterstützung angewiesen.

Neue News

© shutterstock.com/concepts
Glaube

Christen im Visier

Die Situation der verfolgten Christen in Pakistan wird immer schlimmer. Das ist auch eine Folge der Blasphemie-Gesetze. Abschätziges Reden über den Koran oder über Mohammed kann in Pakistan mit dem Tod bestraft werden.

[mehr] Christen im Visier
© shutterstock.com/SerPhoto
Glaube

Wie Jesus Europa reich macht(e)

Die westliche Kultur ist Sinnbild für Freiheit, Menschenwürde und Wohlstand. Der Anthropologe Joseph Henrich erforscht deren Gründe. Seine interessanten Ergebnisse gibt es nun in Buchform.

[mehr] Wie Jesus Europa reich macht(e)
© shutterstock.com/Andrei-Dubadzel
Natur

Abfall aufgewertet

Forscher der ETH Zürich und der Empa haben einen Weg gefunden, Sägemehl, das heute meist als Abfall im Ofen landet, mit einem Mineralbinder zu einem schwer entflammbaren, robusten Material zu pressen. (1) Dieses ist sogar kreislauffähig.

[mehr] Abfall aufgewertet

Mehr entdecken

ethos – Glaube. Schöpfung. Welt.

Neben factum gibt der Schwengeler Verlag eine weitere Zeitschrift heraus. ethos macht Mut, informiert über Zeittrends und erleichtert die Meinungsbildung. Die Familienzeitschrift erscheint 12-mal jährlich und spricht alle Altersgruppen an. Das Evangelium von Jesus Christus steht im Zentrum und bringt damit die Frohe Botschaft mitten ins Leben.

open hands – Hoffnung, die hilft.

Die christlich-soziale Osthilfe unterstützt Menschen in
Rumänien – praktisch, herzlich und im Vertrauen auf
Gottes Wort.