© wikimedia.org/Boris-Niehaus

Uhr
von Thomas Lachenmaier

Mensch

Der Countdown der Terrorpaten

Jedes Jahr findet Ende Juni der von Ayatollah Khomeney initiierte Al-Quds-Marsch statt, zu dem sich Islamisten, Linke und Rechte versammeln. Das einigende Element ist der Hass auf Israel. Obwohl hier jeweils in extremer Form zu Gewalt aufgerufen und Terrororganisationen unterstützt werden, lehnt die Politik die Forderung nach Verbot des Aufmarsches ab.

Es ist in Deutschland inzwischen verboten (nachdem der türkische Präsident Erdogan Druck ausgeübt hatte), auf Demonstrationen ein Porträt von Kurdenführer Öcalan zu zeigen. Die Politik zeigt aber keine Ambitionen, die Demonstration zu verbieten, auf der in vergangenen Jahren schon «Juden ins Gas» skandiert wurde.

Der Demonstrant im Bild verkörpert die Ideologie des Al-Quds-Tages. Den Arm hat er zur legalen Version des Hitlergrusses gereckt, indem er die Finger spreizt. Das «88»-Tattoo symbolisiert Adolf Hitler; um den Hals den «Arafat-Feudel» und dann noch ein 11. September-Verschwörungstheoretiker-Tattoo (auch hier sind sich links- und rechtsfaschistische Antisemiten einig) und einen Nazi-Reichsadler. Auf dem Arm steht noch (ein paar Worte lassen sich schwer entziffern): «Das tapfere palästinensische Volk wollen wir ehren. Da sie noch die Einzigen sind, die sich gegen die Zionisten wehren.» Das Teheraner Regime enthüllte am Al-Quds-Tag eine Uhr mit einem Countdown, der die Tage bis zur Vernichtung Israels zählt. Irans «Oberster Führer» Ayatollah Khamenei hatte die Vernichtung Israels bis Ende 2040 prophezeit.

Fast zeitgleich mit der Hass-Demo fand in diesem Jahr der Besuch von Irans Aussenminister Sarif statt. Er wurde von Aussenminister Gabriel empfangen und, was protokollarisch unüblich ist, auch von Bundespräsident Steinmeier. Ulrike Becker vom Aktionsbündnis «Stop the Bomb» sagte: «Statt den Terrorpaten in Teheran zu helfen, sollte sich die Bundesregierung an die Seite von Säkularen und Demokraten stellen.»

(Artikel aus factum 6/2017)

Zurück

Wir möchten eine klare christliche Stimme in unserer Gellschaft sein - unabhängig, bibeltreu und aktuell.
Damit das gelingt, sind wir auf Ihre unterstützung angewiesen.

Neue News

© shutterstock.com/concepts
Glaube

Christen im Visier

Die Situation der verfolgten Christen in Pakistan wird immer schlimmer. Das ist auch eine Folge der Blasphemie-Gesetze. Abschätziges Reden über den Koran oder über Mohammed kann in Pakistan mit dem Tod bestraft werden.

[mehr] Christen im Visier
© shutterstock.com/SerPhoto
Glaube

Wie Jesus Europa reich macht(e)

Die westliche Kultur ist Sinnbild für Freiheit, Menschenwürde und Wohlstand. Der Anthropologe Joseph Henrich erforscht deren Gründe. Seine interessanten Ergebnisse gibt es nun in Buchform.

[mehr] Wie Jesus Europa reich macht(e)
© shutterstock.com/Andrei-Dubadzel
Natur

Abfall aufgewertet

Forscher der ETH Zürich und der Empa haben einen Weg gefunden, Sägemehl, das heute meist als Abfall im Ofen landet, mit einem Mineralbinder zu einem schwer entflammbaren, robusten Material zu pressen. (1) Dieses ist sogar kreislauffähig.

[mehr] Abfall aufgewertet

Mehr entdecken

ethos – Glaube. Schöpfung. Welt.

Neben factum gibt der Schwengeler Verlag eine weitere Zeitschrift heraus. ethos macht Mut, informiert über Zeittrends und erleichtert die Meinungsbildung. Die Familienzeitschrift erscheint 12-mal jährlich und spricht alle Altersgruppen an. Das Evangelium von Jesus Christus steht im Zentrum und bringt damit die Frohe Botschaft mitten ins Leben.

open hands – Hoffnung, die hilft.

Die christlich-soziale Osthilfe unterstützt Menschen in
Rumänien – praktisch, herzlich und im Vertrauen auf
Gottes Wort.