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von Thomas Lachenmaiera

Glaube

Christen immer öfter das Ziel von Attacken und Diskriminierung

In Europa vergeht kein Tag, ohne dass Christen oder christliche Einrichtungen attackiert werden. Das geht aus einem Bericht des «Observatory on Intolerance and Discrimination against Christians in Europe» (OIDAC) hervor. Die Liste der Taten reicht von Mord und Mordversuchen bis zu tätlichen Angriffen und Brandanschlägen auf Kirchen. Sieben Fälle von versuchtem Mord, einen Mord und 68 Angriffe auf Menschen aus antichristlicher Gesinnung heraus verzeichnet der Bericht.

Anja Hoffmann, Geschäftsführerin der Beobachtungsstelle für Intoleranz und Diskriminierung von Christen (OIDAC), berichtet zudem von «zwei bis drei Angriffen auf kirchliche Gebäude in Frankreich pro Tag». Allein im Januar wurden in Paris in vier Kirchen Brände gelegt. Auf einem Friedhof sind 60 Gräber mit islamischen Parolen beschmiert worden. Im französischen Nantes wollen zwei Nonnen wegen wiederholter Anfeindungen durch Schläge, Anspucken und Beleidigungen die Stadt verlassen. Besonders bedroht sind ehemalige Muslime, die zum christlichen Glauben konvertiert sind.

Frankreich liegt mit fast 1000 Angriffen vor Grossbritannien (mehr als 700 Fälle) auf Platz eins der Liste der Länder mit den meisten antichristlichen Attacken. Aber das liegt nur daran, dass in Deutschland die meisten Verbrechen in keiner Statistik auftauchen. Eine Sprecherin des Bundeskriminalamtes erklärte auf Anfrage der OIDAC-Geschäftsführerin, dass «Straftaten wie Sachbeschädigungen oder Brandstiftungen in beziehungsweise an Kirchen, die ohne politische Motivation begangen werden», im Kriminalpolizeilichen Meldedienst Politisch motivierte Kriminalität (KPMD-PMK) «nicht abgebildet werden». Da religiös motivierte Brandstifter oder Angreifer auf Menschen in der Regel keine politische Erklärung hinterlassen, gibt es in Deutschland offiziell nur 277 gemeldete Fälle. Nach einer Auswertung von polizeilichen Daten der Bundesländer geht OIDAC von mehr als 2000 antichristlichen Attacken in Deutschland aus – und dies bei einer hohen Dunkelziffer. Neben körperlicher Gewalt und Brandstiftung geht es bei den Vorfällen hauptsächlich um Schändung christlicher Stätten und Vandalismus gegen Kirchen. Studenten, die sich für den Schutz des ungeborenen Lebens einsetzen, sind in ganz Europa mit dem Tod bedroht worden. Es sind Menschen entlassen worden, weil sie öffentlich bekundeten, dass die Ehe eine Verbindung von Mann und Frau ist. Die Stadtverwaltung Amsterdam hat eine Demonstration von Christen gegen Antisemitismus und für Israel verboten, weil der Schutz der Teilnehmer nicht gewährleistet werden könne.

Auch staatliche Eingriffe bedrohen die Religionsfreiheit. Der Schweizer Kanton Genf verbot einer katholischen Gemeinde die Fronleichnamsprozession und kirchlichen Gemeinschaften trotz langer Tradition Taufen im Genfer See. Auch die Kriminalisierung des stillen Gebets vor Abtreibungskliniken sind hier zu nennen. Es gab in mehreren Ländern Verhaftungen.

Meldung aus factum 01/2025

 

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