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von factum-Redaktion
Bibeln für die Flüchtlinge
Der Vorstand habe beschlossen, 50 000 Exemplare auf Deutsch und Arabisch drucken zu lassen, sagte Gideon-Geschäftsführer Johannes Wendel (Wetzlar).
Spätestens bis Weihnachten sollen sie vorliegen. Die Organisation ist bisher vor allem durch die Bibelweitergabe in Hotels, Arztpraxen und Schulen bekannt. Die Verbreitung unter Flüchtlingen soll in Zukunft einen weiteren Schwerpunkt der Arbeit bilden. Erste Verteilaktionen vor Erstaufnahmelagern für Flüchtlinge seien überaus ermutigend verlaufen, so Wendel. Man habe in den letzten Monaten mehr als 2500 Bibeln auf Arabisch weitergegeben. Die Christen unter den Flüchtlingen hätten sich dafür sehr dankbar gezeigt. Nach Wendels Überzeugung kann eine zweisprachige
Bibel den Lesern helfen, die deutsche Sprache zu erlernen.
Als neue Zielgruppe in den Blick nehmen wolle man auch die ausländischen Lastwagenfahrer. «Sie steuern mit ihren Fahrzeugen am Wochenende die Autobahnparkplätze an und haben viel freie Zeit», hat Wendel beobachtet. Sie sollten Bibeln jeweils in ihrer Muttersprache erhalten. Man habe Ausgaben in mehr als 20 Sprachen bereits vorrätig. Zehn weitere Sprachen sollen hinzukommen.
«Kein anderes Land in Europa hat einen so starken Transitverkehr wie wir in Deutschland. Darauf müssen wir als Gideons reagieren», so Wendel. Der Gideonbund ist nach einem alttestamentlichen Richter benannt und wurde 1899 von Geschäftsleuten gegründet. Er hat heute in aller Welt 300 000 Mitglieder, davon 4500 in über 210 Ortsgruppen in Deutschland. Hier geben die Gideons statistisch gesehen jede Minute eine Bibel weiter.
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