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von Carola Eissler
Zurück zum Kerngeschäft
Die Nachricht: Die beiden grossen Kirchen in Deutschland schrumpfen weiter. Nach neuesten Statistiken der katholischen Deutschen Bischofskonferenz und der Evangelischen Kirche in Deutschland verzeichneten beide Grosskirchen im vergangenen Jahr einen Verlust von 1,13 Millionen Mitglieder durch Sterbefälle und Austritte. Ende 2025 zählten beide Kirchen zusammen 36,6 Millionen Mitglieder. Dies entspricht einem Bevölkerungsanteil von 43,8 Prozent: 23,0 Prozent römische Katholiken sowie 20,8 EKD-Evangelische.
Der Kommentar: Politik statt Glaube, Wokeness statt Evangelium, die richtige Haltung statt der Aufruf zu Busse und Umkehr, der Tanz um das goldene Kalb der Klimapolitik statt der Verkündigung, Kuscheln mit dem Islam statt klarer Kante gegen Christenverfolgung – das ist in weiten Teilen der beiden Grosskirchen zum Inhalt ihrer Botschaft geworden. Die Evangelischen Kirchentage der vergangenen Jahre und der Katholikentag im Mai sind dabei nur die Spitze des Eisbergs.
Die beiden grossen Kirchen in Deutschland habe schon vor langer Zeit ihr Kerngeschäft verlassen und dem Auftrag Jesu, das Evangelium jedem Menschen und aller Welt zu verkünden, den Rücken gekehrt. Nun ernten sie die Früchte ihres Weges. Die Menschen verlassen die Grosskirchen seit Jahren in Scharen, weil sie dort offensichtlich keinen Halt mehr finden. Spätestens seit der Corona-Zeit, als die Grosskirchen in vorauseilendem Gehorsam ihre Türen schlossen – auch über Ostern – und danach sogar einer Impfpflicht das Wort redeten, haben sie sich in erbärmlicher Weise an der ihnen anvertrauten Herde schuldig gemacht. In Seniorenheimen starben die Alten völlig allein, in Krankenhäusern wurden Kranke und Sterbende nicht mehr besucht und dies alles auch noch im Neusprech der agierenden Politiker gerechtfertigt.
Die Kirchen waren offensichtlich der Ansicht, man müsse der Obrigkeit mehr gehorchen als Gott. Das war ja auch der bequemere Weg. Von den Kanzeln werden schon seit langem linke Ideologien verkündet, die Weihnachtsgottesdienste werden zu Polit-Veranstaltungen und wer Kirchentage besucht hat den Eindruck, auf einem Parteitag von Grünen und Linken gelandet zu sein. Selbst Christus haben manche Kirchen aus ihrem Repertoire gestrichen, das Kreuz gecancelt, weil es zu anstössig sei und den Glauben an den einen und einzigen Erlöser als nur eine von vielen Möglichkeiten zur Disposition gestellt. Dabei schreit unsere Zeit nach der guten Botschaft, nach klarer Orientierung, nach dem Wort Gottes, das Leben schenkt.
Eines steht fest: Wenn die Kirchen ihre Herde weiterhin im Stich lassen, werden sie vollends in den Abgrund der Bedeutungslosigkeit gestossen. Noch ist Zeit, umzukehren. Noch ist Zeit, zum Kerngeschäft zurückzukehren. In beiden Grosskirchen braucht es deshalb dringend mutige Männer und Frauen, denen die Botschaft Christi wichtiger ist als der Applaus aus der Politik und ihrer medialen Entourage. Es braucht Männer und Frauen, die sich wieder trauen, das Evangelium von den Kanzeln und im Alltag zu verkünden.
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