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von Carola Eissler
Europa verliert seine jüdischen Bürger
Laut deren offiziellen Zahlen suchten im vergangenen Jahr 5103 jüdische Einwanderer aus westeuropäischen Ländern eine neue Heimat in Israel. Frankreich steht mit 3357 französischen Juden an der Spitze der Auswanderer, 2023 waren es noch 1051, was eine Steigerung von 219 Prozent bedeutet. Aus Grossbritannien wanderten 890 Juden nach Israel ein, ein Anstieg um 136 Prozent. Deutschland verzeichnete einen Anstieg von 34 Prozent bei jüdischen Auswanderern. Laut der Jewish Agency erwägen 38 Prozent der französischen Juden, rund 200 000 Personen, die Grande Nation zu verlassen und nach Israel einzuwandern.
Insgesamt verzeichnete Israel im vergangenen Jahr 22 270 Neueinwanderer aus 105 Ländern. 33 Prozent der Einwanderer sind zwischen 18 und 35 Jahre alt. Der Grossteil kommt nach wie vor aus Russland mit 8300 Einwanderern und den USA mit 4150 Einwanderern. Das Rückkehrrecht in Israel regelt seit Juli 1950, dass Juden und Jüdinnen aus aller Welt grundsätzlich das Recht auf Einwanderung, Alijah, und eine israelische Staatsbürgerschaft haben.
In der Vergangenheit kam es auch immer wieder zu staatlich organisierter Immigration von jüdischen Gemeinden, wie Mitte der 1980er Jahre, als 8000 Juden aus dem Sudan nach Israel geholt wurden, ebenso 1991 mit der Operation «Salomo», die 14 000 äthiopische Juden nach Tel Aviv evakuierte.
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