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von Carola Eissler
26 Anschläge sind genug: Café «Stay» schliesst
Die gewalttätigen Angriffe der Antifa sind die eine Seite, das dröhnende Schweigen von Stadt und Politik die andere: Wieder einmal zeigt sich auf beklemmende Art und Weise, dass der Staat der zunehmenden linken Gewalt tatenlos zusieht und offensichtlich auch nicht bereit ist, für die Sicherheit seiner Bürger zu sorgen. Denn die Antifa hatte gleich nach Eröffnung des Cafés im September 2023 auf einer linksextremen Plattform offen angekündigt, was sie vorhat: Das Café Stay in den Ruin zu treiben, weil es «von fundamentalistischen und erzkonservativen Christen» betrieben werde. Die «Zeal Church» ist als Freikirche Teil des Bundes Freikirchlicher Pfingstgemeinden. Sie setzt sich unter anderem für das Lebensrecht Ungeborener ein.
Vom ersten Tag an war das Café Angriffen ausgesetzt. Den bislang grössten Schaden richtete ein Buttersäure-Anschlag in der Nacht von Heiligabend auf den ersten Weihnachtstag im vergangenen Jahr an. Damals entstand ein Schaden von rund 20 000 Euro. Hinzu kamen mehrfach eingeworfene Scheiben und Graffiti an der Fassade. Die Stadt nahm die massiven antichristlichen Angriffe lediglich zur Kenntnis und liess sogar durchblicken, dass sie keinen Angriff auf die freie Religionsausübung erkennen könne. Ganz zu schweigen davon, dass sich die Stadt eindeutig auf die Seite der Opfer gestellt hätte.
Zwar hatte die Freikirche auch versucht, Gespräche mit den im Stadtrat vertretenen Parteien zu führen, doch auch diesbezüglich war das Ergebnis mehr als mager. Man kann sich des Eindrucks nicht erwehren, dass sich niemand an das heisse Eisen Antifa in Leipzig heranwagen will. Die Linksextremen fühlen sich offensichtlich wohl in der Stadt, die einst wie keine andere für den Widerstand gegen das sozialistische Regime der DDR stand. Wo 1989 vor allem Christen durch ihren gewaltfreien Protest die DDR niederrangen, knicken heute Stadtverwaltung und Stadtparlament vor den Linksextremen und ihrem Terror ein, mit dem sie missliebige Personen und Meinungen überziehen.
Die Christen in der Stadt wollen sich dennoch nicht einschüchtern lassen. Pastor René Wagner betonte in einem Interview mit der «Jungen Freiheit»: «Unser Auftrag war nie, Kaffee oder Zimtschnecken zu verkaufen. Unser Auftrag steht für immer, und das ist, Gottes eifernde Liebe in diese Region zu bringen.» Das will und soll er auch weiterhin tun.
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