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von factum-Redaktion
Widerstand gegen die Sprachverhunzung
Sie wenden sich «aus Sorge um die zunehmenden, durch das Bestreben nach mehr Geschlechtergerechtigkeit motivierten zerstörerischen Eingriffe in die deutsche Sprache» an die Öffentlichkeit. Konkret fordern sie die Stadt Hannover auf, die kürzlich eingeführte Gendersprache in der Verwaltung wieder abzuschaffen. Bislang haben rund 3500 Personen die Petition unterschrieben, darunter die Bestsellerautoren Peter Hahne und Bastian Sick, der frühere Präses des Evangelischen Gnadauer Gemeinschaftsverbandes Christoph Morgner, der Philosoph und evangelische Theologe Prof. Harald Seubert, die Schriftstellerinnen Judith Hermann und Sibylle Lewitscharoff.
Die Petition legt dar, dass es keinen festen Zusammenhang zwischen natürlichem und grammatischem Geschlecht gibt, und kritisiert die «lächerlichen Sprachgebilde», die durch die Gendersprache entstehen. Die Gender-Ideologie sei «auf dem Vormarsch zur Staatsdoktrin». Lehrpläne von Schulen und Universitäten würden «gendergerecht» und Verlage passten Neuauflagen von literarischen Klassikern an die Gendersprache an. «Öffentlich finanzierte Leitfäden beten uns vor, wie wir schreiben, sprechen und denken sollen.» Die deutsche Sprache benachteilige niemanden. «Die Endungen in Gruppen- und Sammelbezeichnungen wie ‹Bürger›, ‹Radfahrer›, ‹Organisator› usw. sind mitnichten männlich.» Sie meinten alle Mitglieder der genannten Gruppe. «Diese Endungen durch Binnen-I, Genderstern, Unterstrich, Verlaufsformen und permanente Wiederholung von Geschlechtszuweisungen respektive sexuellen Orientierungen zu ersetzen, macht unsere Sprache grotesk.»
Meldung aus factum 03/2019.
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