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von Thomas Lachenmaier
Weltweit setzen sich Bauern gegen eine globale Politik zur Wehr
Nach Meinung holländischer Bauern wird fast ein Drittel der 55 000 Betriebe durch diese Politik in den Ruin getrieben – und zwar die kleineren unter den Höfen. Lucas Leiroz, Forscher an der Rural Federal University of Rio de Janeiro weist darauf hin, dass hier eine pseudo-ökologische globalistische Politik auf ebenfalls weltweiten Protest stösst.
In einem vom WEF in Auftrag gegebenen Text heisst es, dass «grosse industrielle Betriebe einen geringeren Fussabdruck an Treibhausgasemissionen pro Produkteinheit aufweisen als kleine oder mittlere Betriebe mit einer Mischung aus Ackerbau und Viehzucht». Industrielle landwirtschaftliche Anlagen seien daher die bessere Lösung. Im Grunde richtet sich die vermeintlich grüne Politik gegen selbstständige, eigenverantwortlich handelnde Bauern und protegiert die transnationalen Nahrungskonzerne.
Digitalkonzerne wie Google, Microsoft, YouTube, Wikipedia und andere behindern die freie Berichterstattung und die freie Recherche über diese Vorgänge. Der Zugang zu Informationen wird durch Algorithmen erschwert. Websites von kleinen Landwirten, die sich politisch gegen diese Politik engagieren, lassen sich oft aus vorgeblich technischen Gründen nicht aufrufen. Leiroz schreibt in einem Bericht für das «Center for Research on Globalization», dass die Medien das Thema weitgehend ignorieren: «Die Argumente der Landwirte sollen aus der öffentlichen Meinung verschwinden und das Bild verbreitet werden, dass die Umweltgesetze ‹positiv für alle› sind.» In Wahrheit ist das Gegenteil der Fall. Gigantische Flächen, die eigentlich der Ernährung dienen sollten, werden schon jetzt aus klimapolitischen Gründen aus der Bewirtschaftung herausgenommen, um Energie zu erzeugen. Weltweit handelt es sich wahrscheinlich um eine Fläche von der Grösse Europas, auf der statt Lebensmittel Energie «geerntet» wird. Die Folge davon sind die Verteuerung der Lebensmittel, Mangelernährung, Hunger. Aus christlicher Sicht ist das nicht zu rechtfertigen. Dies aus grundsätzlichen Gründen (Lebensmittel wirft man nicht einfach fort oder nutzt sie zu etwas anderem als der Ernährung). Aber auch, weil das Produkt «Nahrung» künstlich verknappt und zudem das Land verteuert wird, wenn Ackerflächen der «Klimarettung» geopfert werden.
Lesen Sie die ganze Meldung in factum 05/2022
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