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von Thomas Lachenmaier

Mensch

«... wacht auf, bevor es zu spät ist!»

Konferenzen zum Thema Alija, der jüdischen Heimkehr nach Israel, gibt es seit mehr als hundert Jahren. Aber die Tagung, die Anfang Mai in Jerusalem stattfand, hatte den Titel «Emergency Aliyah Conference» (Notfall-Alija-Konferenz). Mit Berufung auf biblische Verheissungen forderten Redner die Juden in der Diaspora dringlich auf, nach Israel zu kommen, bevor es zu spät ist.

«Bitte wacht auf, bevor es zu spät ist!» Mit diesem Ruf sollen die Juden, die noch im Ausland leben, dazu aufgerufen werden, nach Israel einzureisen, sagte der Rabbiner Jeremy Gimpel. Der 7. Oktober 2023 markiert nach seiner Meinung einen Wendepunkt für die Judenheit in der ganzen Welt – so, wie die Reichspogromnacht («Kristallnacht») für die Juden in Deutschland. Rabbi Gimpel erinnerte an den Propheten Jeremia, dem Gott offenbart hatte, dass er nach den Fischern die Jäger senden werde, um das jüdische Volk nach Israel zu bringen (Jer. 16,16).
Gemäss der Heiligen Schrift endet die Zeit der Zerstreuung der Juden in die Welt. Viele Juden und Christen sind der Überzeugung, dass wir in der Zeit leben, in der die Zeit des jüdischen Exils gemäss der biblischen Vorhersage endet.

 

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