© shutterstock.com/CurlyDude

Uhr
von factum-Redaktion

Mensch

Tausende Unterschriften sind plötzlich ungültig

Tausende bisher gültige Unterschriften sind nun plötzlich ungültig, weil die Bundeskanzlei ohne jegliche Information an die Bevölkerung oder an Initiativkomitees im Oktober 2025 die Gemeinden angewiesen hat, eine Vorschrift, bei der es bisher Ermessensspielraum gab, konsequent anzuwenden. Der Vorgang wirft Fragen auf.

In der Broschüre «Stimmrechtsbescheinigung» der Bundeskanzlei ist festgehalten, dass «Namen, Vornamen und Unterschrift eigenhändig» auf einem Unterschriftenbogen ausgefüllt werden müssen. Bisher waren Bundeskanzlei und Gemeinden kulant gegenüber Ehepaaren, Familien mit volljährigen Kindern oder WG-Bewohnern, bei denen eine Person alle Angaben ausfüllte und die anderen dann unterschreiben liess. Doch damit ist nun Schluss. Die Bundeskanzlei wies die Gemeinden an, die bestehenden Vorschriften konsequent anzuwenden und solche Unterschriften ab sofort «alle für ungültig zu erklären». Als Ermessensspielraum soll höchstens noch eine Unterschrift als korrekt bescheinigt werden.

«Wir haben bemerkt, dass plötzlich viel mehr Unterschriften als ungültig taxiert wurden», sagt Linda Rosenkranz vom Mieterverband gegenüber Tamedia. Betroffene Initiativkomitees sprechen von einem «Fiasko». Auch die Stiftung für direkte Demokratie, welche verschiedene laufende Initiativen und Referenden bei der Unterschriftensammlung unterstützt, bemerkte, dass die Ungültigkeitsquote bei den Bescheinigungen einzelner Gemeinden plötzlich um rund fünf Prozentpunkte gestiegen ist. Hochgerechnet bedeute dies: «Zehntausende gültige Unterschriften könnten künftig gestrichen werden.» Die Stiftung fordert in einem offenen Brief1, dass die nun verschärfte Praxis wieder rückgängig gemacht wird. Der Staatsrechtsprofessor Andreas Glaser von der Universität Zürich bezeichnet zwar auch die bisherige Praxis als «etwas schleierhaft», aber sie sei jahrelang geduldet worden. «Deshalb kann sie jetzt nicht Knall auf Fall geändert werden.

1 https://wecollect.ch/projekte/offener-brief-an-bundeskanzler-rossi 

Meldung aus factum 01/2026

 

Zurück

Wir möchten eine klare christliche Stimme in unserer Gesellschaft sein - unabhängig, bibeltreu und aktuell.
Damit das gelingt, sind wir auf Ihre Unterstützung angewiesen.

Neue News

© shutterstock.com/fran_kie
Mensch

Feindbild «rechts»

Fast ein Drittel der Deutschen ordnet sich rechts der Mitte ein. Durch den «Kampf gegen Rechts» werden diese Bürger ausgegrenzt.

[mehr] Feindbild «rechts»
© shutterstock.com/Mini-Onion
Glaube

Ein grosser Segen

Ein Land in Europa – ohne Bibel in eigener Landessprache? Das ist die Realität in Luxemburg. Eine Bibel auf Luxemburgisch wird erst jetzt Wirklichkeit – mit grossem Segen.

[mehr] Ein grosser Segen
© shutterstock.com/Lukas-Gojda
Natur

Waldgeräusche beruhigen

Eine Studie¹ zeigt, dass Waldgeräusche sich positiv auf das kurzfristige Wohlbefinden von Menschen auswirken – insbesondere gilt das für heimische Wälder.

[mehr] Waldgeräusche beruhigen

Mehr entdecken

ethos  

Neben factum gibt der Schwengeler Verlag eine weitere Zeitschrift heraus. ethos bringt die Frohe Botschaft mitten ins Leben, informiert über Zeittrends, hält den Wertmassstab der Bibel hoch und macht Mut, den Glauben im Alltag zu leben. Die Zeitschrift für Jung und Alt erscheint 6-mal im Jahr mit 68 Seiten.

ethos open hands 

Das christlich-soziale Hilfswerk ist aus der Arbeit des Schwengeler Verlags entstanden. ethos open hands ist eine Nonprofit-Organisation im Sinn einer biblischen Missionsarbeit nach christlichen Grundsätzen. Wir unterstützen Menschen in Rumänien in ihrer materiellen, physischen und geistlichen Not.