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von Thomas Lachenmaier
Studie dokumentiert manipulative Corona-Berichterstattung
In den Sendungen wurden fiktionale, audiovisuelle Strategien angewandt, um einen bestimmten Eindruck zu erzeugen. Es wurde «kein primär inhaltliches, sondern ein rhetorisches Phänomen abgebildet», wodurch «auf die Bildwelten apokalyptischer Endzeiterzählungen» verwiesen wurde. Die Berichterstattung inszenierte und «übersteigerte» die Problemstellungen «zu einer vollständig negativen Weltsicht» und ist «dazu angetan, Panik in der Bevölkerung aufkommen zu lassen», heisst es in der Studie. In den Sendungen wurde eine falsche «Identität von Virus und Massnahmen» inszeniert, «wodurch die Massnahmen als genauso ‹natürlich› und in gewisser Hinsicht unhinterfragbar wie das Virus selbst erscheinen». Gesellschaftlich relevante Themen jenseits von Covid-19 blendete die Berichterstattung aus. Im Detail dokumentieren die Wissenschaftler, wie mit fiktionalen filmischen Mitteln eine Inszenierungsstrategie umgesetzt wurde, die üblicherweise nicht in Dokumentationen, sondern in Hollywood-Blockbustern Verwendung findet. Die Berichterstattung hatte insgesamt eine deutliche Tendenz zur unkritischen «Affirmation der staatlichen Massnahmen». Für ihre Studie untersuchten der Kulturwissenschaftler Dr. Martin Hennig vom Graduiertenkolleg «Privatheit und Digitalisierung» und Dr. Dennis Gräf von mehr als 90 Sendungen den Informationsgehalt, den Aufbau und die Konzeption, die Auswahl der Themen und Personen, die verwendete Rhetorik und die audiovisuelle Inszenierung. Ihre Schlussfolgerungen fassten sie mit dem Begriff «Verengung der Welt» zusammen.
Meldung aus factum 06/2020.
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