© shutterstock.com/Kyrylo-Glivin

Uhr
von factum-Redaktion

Mensch

Statistik irreführend

Dass für antisemitische Straftaten vor allem Rechtsextreme verantwortlich sein sollen, halten verschiedene jüdische Organisationen und prominente Einzelpersonen für falsch. Den Grund sehen sie unter anderem in irreführenden Polizeistatistiken, berichtet das «Göttinger Tageblatt»

Innenminister Seehofer sagte bei der Vorstellung der Statistik zur Politisch motivierten Kriminalität (PMK), die Hauptquelle der antisemitischen Straftaten sei der Rechtsextremismus. Seine Aussage steht nicht nur im Widerspruch zu einer von seinem Ministerium veröffentlichten Studie, in der der muslimische Antisemitismus als Bedrohung anerkannt wird. Sie steht auch im Gegensatz zu einer repräsentativen Umfrage unter jüdischen Bürgern in zwölf EU-Staaten. Auch eine geheim gehaltene Studie des Verfassungsschutzes, über die die «Süddeutsche» berichtete, zeigt das Ausmass muslimischer antisemitischer Gewalt.

Dass der muslimische Judenhass kaum offen benannt wird, hat auch damit zu tun, wie die Statistiken geführt werden. Der «Unabhängige Expertenkreis Antisemitismus» legte in einem Bericht dar, dass antisemitische Straftaten, bei denen «keine weiteren Spezifika erkennbar» und «keine Tatverdächtigen» bekannt geworden sind (das ist ja meistens der Fall), jeweils dem Tatbereich «Politisch motivierte Kriminalität Rechts» zugeordnet werden. Nicht aufgeklärte Taten gelten automatisch als dem rechten Täterspektrum zugehörig.

Der Historiker Michael Wolffsohn kritisierte diese verfälschende Praxis. Der gewalttätige Antisemitismus komme heute nicht in erster Linie von rechts, «auch wenn die irreführenden Statistiken etwas anderes sagen». Er sei eng mit der Haltung des Antizionismus verbunden. «Teile der Mehrheitsgesellschaft», vor allem aus dem linken Spektrum, identifizierten sich «mit antijüdischen und antizionistischen Extremisten aus Arabien».

Meldung aus factum 04/2020.

Zurück

Wir möchten eine klare christliche Stimme in unserer Gesellschaft sein - unabhängig, bibeltreu und aktuell.
Damit das gelingt, sind wir auf Ihre Unterstützung angewiesen.

Neue News

© shutterstock.com/Andrii Yalanskyi
Mensch

Wenn Meinungen strafbar werden

Der Fall wirkt auf den ersten Blick unscheinbar – und entfaltet doch erhebliche Sprengkraft. Internationale Medien berichten. Zwei junge Christen, Niko und Tino, veröffentlichen auf ihrem missionarischen Kanal «Eternal Life» (Ewiges Leben) ein islamkritisches Video.

[mehr] Wenn Meinungen strafbar werden
© shutterstock.com/kody_king
Natur

Es war einmal ein Klimaszenario ...

Ein extremes Klimaszenario, fünf Grad plus bis 2100! Nicht entwickelt, um der Öffentlichkeit eine mögliche Zukunft vorzurechnen, sondern als Konstrukt, um Klimaeffekte zu erforschen, weil stärkere modellierte Erwärmung deutlichere Signale erzeugt. Interessante Spielereien eben.

[mehr] Es war einmal ein Klimaszenario ...
© shutterstock.com/FOTOGRIN
Mensch

Eine Erklärung der Demut

Vor 250 Jahren unterzeichneten die Gründerväter der USA die Unabhängigkeitserklärung. Das Streben heutiger Eliten macht sie aktueller denn je. Es gibt Hoffnung für künftige Generationen.

[mehr] Eine Erklärung der Demut

Mehr entdecken

ethos – Glaube. Schöpfung. Welt.

Neben factum gibt der Schwengeler Verlag eine weitere Zeitschrift heraus. ethos macht Mut, informiert über Zeittrends und erleichtert die Meinungsbildung. Die Familienzeitschrift erscheint 12-mal jährlich und spricht alle Altersgruppen an. Das Evangelium von Jesus Christus steht im Zentrum und bringt damit die Frohe Botschaft mitten ins Leben.

open hands – Hoffnung, die hilft.

Die christlich-soziale Osthilfe unterstützt Menschen in
Rumänien – praktisch, herzlich und im Vertrauen auf
Gottes Wort.