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von factum-Redaktion
Siegelfund bezeugt die Vergangenheit
Das Siegel wurde in Schutt gefunden, der vom Jerusalemer Tempelberg stammt. «Dieses Siegel ist das erste in dieser Art, das in Jerusalem gefunden wurde», erläuterte Archäologe Barkay. Es stamme aus der Zeit, in der König David Jerusalem von den Jebusitern eroberte und sein Sohn Salomo den Tempel baute.
Der Fund mache erneut deutlich, so Prof. Barkay, dass es einst auf dem Tempelberg eine jüdische Verwaltung gegeben hat. Zusammen mit anderen Funden sei dies ein weiterer Beleg dafür, dass die biblischen Beschreibungen in Bezug auf Jerusalem verlässlich seien.
Die muslimische Religionsbehörde Waqf, die für das Areal rund um die Al-Aksa-Moschee und den Felsendom verantwortlich ist, leugnet, dass es dort jemals einen jüdischen Tempel gegeben hat. 1999 liess sie 400 Lkw-Ladungen an Material, welches beim Bau der unterirdischen el-Marwani-Moschee anfiel, auf eine Müllhalde kippen. Diese Berge an Bauschutt werden von Freiwilligen unter Anleitung von Archäologen nach historischen Objekten durchsucht.
Das Siegel zeigt zwei Tiere, die übereinander dargestellt sind, möglicherweise ein Raubtier und seine Beute. Ähnliche Siegel wurden bereits mehrfach ausserhalb von Jerusalem ausgegraben – alle aus dem elften und zehnten Jahrhundert vor der Zeitenwende. Der neue Fund wird nun noch mit modernsten Methoden weiter unter die Lupe genommen. Matvei Tcepliaev, der Finder des Siegels, war mit seinen Eltern aus Russland eingewandert.
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