@ shutterstock.com/stable

Uhr
von Raphael Berger

Mensch

Schwellenländer in der Schuldenfalle

Weltweit sind die Schulden im Corona-Jahr um 36 Prozent gestiegen, auf ein Allzeithoch von 360 Prozent des Weltsozialprodukts. Besonders verheerend wirken sich die Schulden durch die Lockdowns in Entwicklungsländern aus.

Das Welternährungsprogramm befürchtete aufgrund der Lockdowns zusätzlich 121 Millionen hungernde Menschen.1 370 Millionen Kinder verpassten aufgrund von Covid-19-bedingten Schulschliessungen im Durchschnitt rund 40 Prozent ihrer Schulmahlzeiten. Für viele der Kinder sind diese ein Hauptbestandteil ihrer täglichen Ernährung.2 Der Lockdown-Politik folgt eine schrumpfende Wirtschaft und hohe Arbeitslosigkeit – oft ohne jede soziale Abfederung. Die Lebensmittelpreise sind im vergangenen Jahr dramatisch gestiegen.

Christian Kreiss, Professor für Finanzierung und Wirtschaftspolitik an der Hochschule Aalen, schreibt in einem Beitrag für «Rubikon-News», dass möglicherweise ein Funke genügt, um eine weltweite Finanzkrise mit katastrophalen Folgen auszulösen. Die Schulden der Entwicklungsländer (inklusive China) summierten sich per Ende März 2021 auf 86,2 Billionen Dollar, bis Ende 2022 werden knapp 2 Billionen Fremdwährungsschulden fällig. Etwa ein Dutzend Schwellenländer haben hohe Fremdwährungsschulden und sind deshalb bei sich verschlechternden Wechselkursen besonders gefährdet, ihre Schulden nicht zurückzahlen zu können. Viele Währungen von Schwellenländern haben in den letzten Jahren gegenüber dem US-Dollar stark an Wert eingebüsst.

1     World Food Programme: «Needs analysis informing WFP’s Global Response Plan to COVID-19 – June 2020», Rom, 6. Juli 2020. Online, Zugriff am 9. April 2021.
2     WFP: «UNICEF und WFP warnen vor Ernährungskrise: Seit Beginn der Pandemie sind über 39 Milliarden Schulmahlzeiten ausgefallen», Pressemitteilung, 28. Januar 2021.

Meldung aus factum 05/2021

Zurück

Wir möchten eine klare christliche Stimme in unserer Gesellschaft sein - unabhängig, bibeltreu und aktuell.
Damit das gelingt, sind wir auf Ihre Unterstützung angewiesen.

Neue News

© shutterstock.com/fran_kie
Mensch

Feindbild «rechts»

Fast ein Drittel der Deutschen ordnet sich rechts der Mitte ein. Durch den «Kampf gegen Rechts» werden diese Bürger ausgegrenzt.

[mehr] Feindbild «rechts»
© shutterstock.com/Mini-Onion
Glaube

Ein grosser Segen

Ein Land in Europa – ohne Bibel in eigener Landessprache? Das ist die Realität in Luxemburg. Eine Bibel auf Luxemburgisch wird erst jetzt Wirklichkeit – mit grossem Segen.

[mehr] Ein grosser Segen
© shutterstock.com/Lukas-Gojda
Natur

Waldgeräusche beruhigen

Eine Studie¹ zeigt, dass Waldgeräusche sich positiv auf das kurzfristige Wohlbefinden von Menschen auswirken – insbesondere gilt das für heimische Wälder.

[mehr] Waldgeräusche beruhigen

Mehr entdecken

ethos  

Neben factum gibt der Schwengeler Verlag eine weitere Zeitschrift heraus. ethos bringt die Frohe Botschaft mitten ins Leben, informiert über Zeittrends, hält den Wertmassstab der Bibel hoch und macht Mut, den Glauben im Alltag zu leben. Die Zeitschrift für Jung und Alt erscheint 6-mal im Jahr mit 68 Seiten.

ethos open hands 

Das christlich-soziale Hilfswerk ist aus der Arbeit des Schwengeler Verlags entstanden. ethos open hands ist eine Nonprofit-Organisation im Sinn einer biblischen Missionsarbeit nach christlichen Grundsätzen. Wir unterstützen Menschen in Rumänien in ihrer materiellen, physischen und geistlichen Not.