Uhr
von Thomas Lachenmaier

Glaube

Samstags die Juden, am Sonntag die Christen

Die Ermordung des fast 86-jährigen Priesters Jacques Hamel in Saint-Étienne-du-Rouvray während eines Gottesdienstes stellt eine neue Stufe islamischer Gewalt in Europa dar. Doch nur wenige scheren in Frankreich aus dem Chor der Beschwichtigung aus.

Der französische Premier Valls und Staatspräsident Hollande sprechen von einem «Krieg», versäumen aber nicht das eilfertig-obligate «Der Terror hat nichts mit dem Islam zu tun». Sogar der Vorsitzende der französischen Bischofskonferenz, Georges Pontier, trennt die Tat von der eindeutig islamischen Motivation der Täter.

Einer der wenigen französischen Intellektuellen, der nach der Ermordung eines christlichen Repräsentanten für eine solche Indifferenz klare Worte findet, ist Prof. Guy Millière. Den Wunsch von Bischof Pontier, Muslime in Frankreich willkommen zu heissen, «aber völlig beiseitezulassen, dass die Mörder von Pater Jacques Hamel im Namen des Islam und des Jihad gehandelt haben», wertet er als «Anzeichen für eine vorsätzliche Blindheit», als «schwere pathologische Verleugnung» und «resignierte, suizidale Akzeptanz dessen, was kommt». Die katholische Kirche hatte den Muslimen in Saint-Étienne-du-Rouvray, der Stadt des ermordeten Pfarrers, das Gelände geschenkt, auf dem sie ihre Moschee errichtet haben.

In Frankreich konnte der islamische Judenhass auf der Folie einer verbreiteten Israelfeindlichkeit blühen. Die Angriffe auf Juden, die Ermordung von Juden, die längst eine Vertreibung bewirken, sind in der französischen Gesellschaft auf wenig Empörung gestossen. Jetzt, wo in Frankreich zwischen fünf und acht Millionen Muslime leben und zugleich ein Frankreich ohne Juden eine Frage der Zeit zu sein scheint, rücken die Christen ins Visier der muslimischen Terroristen. Millière erinnert an die islamische Graffiti «Am Samstag töten wir die Juden, am Sonntag töten wir die Christen» und schreibt: «Zuerst greifen Muslime Juden an; dann, wenn die Juden weg sind, greifen sie Christen an. Es ist das, was wir im ganzen Nahen Osten erleben.» Für die islamischen Mörder ist der Sonntag Europas angebrochen.

(aus factum 7/2016)

Zurück

Wir möchten eine klare christliche Stimme in unserer Gesellschaft sein - unabhängig, bibeltreu und aktuell.
Damit das gelingt, sind wir auf Ihre Unterstützung angewiesen.

Neue News

© shutterstock.com/Eletha15

Tatsachen und Täuschung

Die Hamas wird einer Entwaffnung niemals zustimmen. Im Gegensatz zu den Aussagen der Hamas-Vertreter in den Verhandlungen offenbaren ihre Verlautbarungen auf Arabisch die tatsächlichen Absichten. Auch die Autonomiebehörde (PA) steht fest zu ihren Plänen zur Vernichtung Israels.

[mehr] Tatsachen und Täuschung
© shutterstock.com/Firdi Arham
Glaube

«Ich will den Segen weitergeben»

Der Engländer Graham McCabe (61) verbrachte vier Jahre im Gefängnis. Mit factum sprach er über seine erstaunliche Bekehrungsgeschichte. Heute liegen ihm gebrochene Menschen am Herzen.

[mehr] «Ich will den Segen weitergeben»
© shutterstock.com/Lukas Gojda
Mensch

Vorboten des Terrors

Der Brandanschlag auf die Berliner Stromversorgung über den Jahreswechsel 2025/26 war kein blosser «Stromausfall», wie ihn manche Medien verharmlosten.

[mehr] Vorboten des Terrors

Mehr entdecken

ethos – Glaube. Schöpfung. Welt.

Neben factum gibt der Schwengeler Verlag eine weitere Zeitschrift heraus. ethos macht Mut, informiert über Zeittrends und erleichtert die Meinungsbildung. Die Familienzeitschrift erscheint 12-mal jährlich und spricht alle Altersgruppen an. Das Evangelium von Jesus Christus steht im Zentrum und bringt damit die Frohe Botschaft mitten ins Leben.

open hands – Hoffnung, die hilft.

Die christlich-soziale Osthilfe unterstützt Menschen in
Rumänien – praktisch, herzlich und im Vertrauen auf
Gottes Wort.