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von Rebekka Schmidt
Paraguay wehrt sich gegen Gender
Zudem beauftragte er die Leitung zur Übersicht des Schulplans, sämtliche in Schulen genutzten Materialien innert 60 Tagen zu überprüfen.
Er habe sich trotz internationalem Druck so entschieden, erklärte Bildungsminister Riera. Politische Entscheidungen aufgrund religiöser Überzeugungen zu treffen, gefährde internationale Abkommen zur Förderung von Gleichheit und Nicht-Diskriminierung, warnte Erika Guevara Rosas, Amerika-Leiterin bei «Amnesty International». Auch innerhalb des Ministeriums hatte es eine starke Opposition gegeben.
Schuld an der aktuellen Diskussion war laut dem Bildungsminister ein Abkommen zwischen Paraguays Ex-Präsident Fernando Lugo und der Organisation «Somos Gay» («Wir sind schwul»), nachdem Gender-Materialien in Schulen genutzt werden sollten. In 16 Städten hatten insgesamt mehr als eine Million Christen gegen die Genderlehre an Schulen und für Elternrechte demonstriert. Aktivisten von Homosexuellenverbänden hatten Organisationen der Demonstrationen wegen Diskriminierung angezeigt. Katholische und evangelische Christen und Adventisten müssen sich vor Gericht verantworten.
«Ich bin aufgrund meiner Überzeugung bei meiner Einstellung geblieben, nicht weil es einfacher gewesen wäre», erklärte Riera vor der Evangelischen Lateinamerikanischen Allianz und fügte hinzu, wie wichtig es sei, dass Eltern ihre Kinder mit Werten erziehen. «Wir respektieren die Vielfalt, aber das bedeutet nicht, dass wir die Gender-Ideologie lehren. […] Als Paraguayer haben wir das Panorama ganz klar: Papa, Mama, Kinder. Einfacher kann man es gar nicht sagen.»
(Artikel aus factum 9/2017)
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