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von factum-Redaktion

Mensch

Operation «Guter Nachbar»

Wenig beachtet von einer breiteren Öffentlichkeit hat Israel die umfangreiche humanitäre Hilfe für die Menschen im Nachbarland Syrien ausgeweitet. An der Grenze zu Syrien unterhält es eigens Lazarette für Syrer, die über die Grenze gebracht werden. Wie jetzt bekannt wurde, hat Israel im vergangenen Jahr die Operation «Guter Nachbar» gestartet und damit die Hilfe ausgeweitet.

Israel unterstützt den Aufbau von Kliniken im Nachbarland Syrien und versorgt neben den Kriegsverletzten auch chronisch kranke Kinder, die keinen Zugang zu Krankenhäusern haben. Von der Grenze werden die Kinder mit Bussen zu israelischen Krankenhäusern gebracht und behandelt. Die Aufenthaltsdauer beträgt zwischen einigen Tagen und mehreren Monaten. Die Kosten übernimmt der israelische Staat.

In die vom Krieg zerstörten Gebiete wurden bereits Hunderte Tonnen von Nahrungsmitteln, Medikamenten und Kleidung transportiert.
Der Zeitung «Haaretz» zufolge passieren jede Nacht Hilfstransporte die Grenze zu Syrien. Auf syrischer Seite werden sie von Kontaktleuten in Empfang genommen und weitergeleitet. Auch Krankenwagen, Benzin und Generatoren, um diese in syrischen Krankenhäusern zu betreiben, liefert Israel in das Nachbarland, welches Israel offiziell als feindliches Land betrachtet. Gegenwärtig errichtet Israel im Grenzgebiet ein weiteres Krankenhaus, um Syrer behandeln zu können. Eine syrische Frau, die eine medizinische Behandlung in Anspruch nehmen konnte, wird von der «Times of Israel» zitiert: «Sie bringen uns bei (in Syrien), dass Israel das Land ist, das uns am meisten hasst. Dann kamen wir hierher und sahen mit unseren eigenen Augen, was sie uns hier geben. Israel bedeutet uns so viel, weil es uns so viel gibt.»

(Artikel aus factum 7/2017)

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