Uhr
von factum-Redaktion

Natur

Ökologischer Schaden durch Wasserkraftwerke

Der EU-finanzierte Ausbau der Wasserkraft hat negative Auswirkungen auf die Umwelt. Das zeigt eine Studie des «Leibniz-Institut für Gewässerökologie und Binnenfischerei» (IGB) am Beispiel Rumäniens. Die Hälfte der Wasserkraftwerke liegen dort in Naturschutzgebieten. Sie richten beträchtlichen ökologischen Schaden an.

Durch die Umsetzung der «Erneuerbare-Energien-Richtlinie» der EU wurden bislang mindestens 545 Wasserkraftwerke errichtet, weitere Anlagen sind im Bau. 49 Prozent der Anlagen befinden sich in EU-Flora-Fauna-Habitat-Gebieten oder anderen Schutzgebieten. Auch die Kraftwerke, die nicht in Naturschutzgebieten liegen, betreffen Gewässer, deren ökologischer Zustand vor der Installierung als «gut» oder «sehr gut» bewertet wurde. Rumänien hat noch viele natürliche und naturnahe Gewässer. Flussauf- wie flussabwärts ist die Wirkung zerstörerisch. In 62 Prozent der untersuchten Gewässerabschnitten fehlen eine oder mehrere Fischarten, «eine erschreckende Bilanz», so Dr. Gabriela Costea.

Besonders verheerend werden die Auswirkungen auf einen der letzten unverbauten Flüsse der Südkarpaten im Nationalpark «Schlucht des Jiu-Flusses» sein. Die Forscher betonen, dass Umweltverträglichkeitsprüfungen oft die grossräumigen und langfristigen Auswirkungen aus-
blenden. Vielmals werden solche Gutachten nicht einmal erstellt. Dr. Martin Pusch, einer der Autoren der Studien, betont, dass dieses Problem nicht nur Südosteuropa betrifft. Wasserkraft gilt gemeinhin als umweltfreundlich. Aber sie ist nicht ohne gravierende ökologisch negative Folgen zu haben. In der Schweiz sind zum Beispiel nur noch 5 Prozent der Alpengewässer naturnah. Die Bachbette liegen zeitweise trocken, weil das Wasser über Roste abgefangen und wieder hoch zu den Stauwehren gepumpt wird. Viele Tier- und Pflanzenarten sind deshalb schon lange verschwunden.  Auch die Überflutung grosser Flächen durch die Stauwehre vernichtet hochsensible Biotope, wie artenreiche Bergwälder und Hochmoore mit ihrer reichen Flora und Fauna.

Meldung aus factum 05/2021

Wir möchten eine klare christliche Stimme in unserer Gesellschaft sein - unabhängig, bibeltreu und aktuell.
Damit das gelingt, sind wir auf Ihre Unterstützung angewiesen.

Neue News

© shutterstock.com/Davizro Photography
Glaube

Schullektüre Bibel

Der US-Bundesstaat Texas führt eine Bibellesepflicht in Schulen ein. Künftig müssen bestimmte Passagen aus der Bibel im Unterricht gelesen werden. Dies ist ein bisher einzigartiger Vorgang in den USA.

[mehr] Schullektüre Bibel
© shutterstock.com/AlexandrMusuc
Natur

Gene steuern die Arbeitsteilung im Bienenstaat

Damit eine Gemeinschaft funktioniert, müssen die Arbeiten zuverlässig verteilt werden. Während Menschen Aufgaben bewusst organisieren und delegieren, geschieht dies im Bienenstaat ohne zentrale Planung. Trotzdem funktioniert die Arbeitsteilung gut.

[mehr] Gene steuern die Arbeitsteilung im Bienenstaat
© shutterstock.com/Andrii Yalanskyi
Glaube

Bis ans Ende nicht nachlassen

«Und der HERR redete zu Mose und sprach: Übe Rache für die Kinder Israel an den Midianitern; danach sollst du zu deinen Völkern versammelt werden» (4. Mose 31, 1.2).

[mehr] Bis ans Ende nicht nachlassen

Mehr entdecken

ethos  

Neben factum gibt der Schwengeler Verlag eine weitere Zeitschrift heraus. ethos bringt die Frohe Botschaft mitten ins Leben, informiert über Zeittrends, hält den Wertmassstab der Bibel hoch und macht Mut, den Glauben im Alltag zu leben. Die Zeitschrift für Jung und Alt erscheint 6-mal im Jahr mit 68 Seiten.

ethos open hands 

Das christlich-soziale Hilfswerk ist aus der Arbeit des Schwengeler Verlags entstanden. ethos open hands ist eine Nonprofit-Organisation im Sinn einer biblischen Missionsarbeit nach christlichen Grundsätzen. Wir unterstützen Menschen in Rumänien in ihrer materiellen, physischen und geistlichen Not.