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von Dr. Wolfgang Vreemann

Mensch

Moderne Medizin im Wüstensand

Mit bahnbrechenden Gesundheitsvorschriften sorgte Gott für sein Volk in der Wüste. Viele Ansätze wurden erst Tausende Jahre später wiederentdeckt. Ein Beweis für die Zuverlässigkeit der Bibel.

Die Bibel als Gesundheitsratgeber? Nicht auf den ersten Blick. Wer aber genauer hinschaut, entdeckt viele Hinweise für eine gesunde Lebensführung, besonders zur Zeit der Wüstenwanderung des Volkes Israel. Dort muss ein sehr wirksames Gesundheitswesen bestanden haben. Die heutige Lebenserwartung in Deutschland ist bei Männern 78 Jahre und 83 Jahre bei Frauen (Stand 2015). Vor 100 Jahren wurden Männer nur 46 und Frauen 52 Jahre alt; ähnliche Zahlen gelten heute noch in Zentralafrika. Zur Zeit Moses aber war die Lebenserwartung fast so hoch wie heute in Deutschland. Mose berichtet in Psalm 90,10 über seine Zeitgenossen: «Nur siebzig Jahre währt unser Leben, vielleicht achtzig bei guter Kraft.» Nun kann man diese Zahlen nicht wissenschaftlich miteinander vergleichen (damals wurde die Säuglingssterblichkeit nicht mitgerechnet), aber einen gewissen Anhaltspunkt gibt es auf jeden Fall.

Das Volk Israel kann nach dem Auszug aus Ägypten als Nomadenvolk mit Flüchtlingsstatus angesehen werden. Die Gesamtzahl der Bevölkerung betrug mindestens 2,5 bis 3 Millionen (4. Mose 1,45–46: Die Zahl der wehrfähigen Männer war 603550). Eine vergleichbare Flüchtlingskrise haben wir noch vor Augen: In den Jahren 2015 und 2016 wurden in Europa, insbesondere in Deutschland, über 2,5 Millionen Asylanträge gestellt. Die Menschen mussten registriert, untergebracht, versorgt und medizinisch behandelt werden. Die langfristigen Kosten für die Bundesrepublik werden von der Stiftung Marktwirtschaft zusammen mit der Universität Freiburg auf etwa 879 Milliarden Euro geschätzt. Vor 3500 Jahren war Israel mitten in der Wüste auf sich allein gestellt. Da konnte man erwarten, dass durch Mangelernährung, Wasserknappheit, Seuchen, Säuglingssterblichkeit und andere Ereignisse die Bevölkerungszahl rapide schrumpfte und viele umkamen. Trotzdem stellen wir mit Erstaunen fest, dass die Bevölkerungszahl nach 40 Jahren Wüste fast so gross war wie nach dem Auszug aus Ägypten (4. Mose 26,51: 601 730 wehrfähige Männer). Gott hat sich also zum Nulltarif um eine absolut robuste Volksgesundheit gekümmert.

Zu den folgenschwersten Erkrankungen gehörten damals wie heute Infektionskrankheiten und Seuchen, Herz-Kreislauferkrankungen, Krebs, psychische Krankheiten und Suchterkrankungen. Zu all diesen Krankheiten finden wir Vorbeugemassnahmen in der Bibel. Hier möchte ich nur die Infektions- und Seuchenprophylaxe herausgreifen.

Hygienevorschriften

Die Seuchengefahr ist in Katastrophengebieten und Flüchtlingslagern ein riesiges Problem. Durch Verunreinigung des Trinkwassers mit Fäkalien können sich schnell Cholera, Typhus, Ruhr und andere Infektionen ausbreiten. Durch Impfungen und Wasserversorgung versucht man vorzubeugen. Diese Möglichkeiten gab es in der Wüste nicht. Wie sah Gottes Plan aus?

Lesen Sie den ganzen Artikel in factum 06/2022

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