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von Thomas Lachenmaier
Mit «Hineni» gegen Judenhass
«Zionismus ist Rassismus», «Israel betreibt ‹ethnische Säuberung›». Solche Parolen sind an US-Unis gang und gäbe. Klassenzimmer und Hörsäle werden «mit Antizionismus überschwemmt, einer virulenten Verweigerung des Grundrechts auf Selbstbestimmung», sagt Masha Merkulova, die den «Club Z» gegründet hat. Es handle sich beim Antizionismus «um die heute am weitesten verbreitete und stärkste Form des Antisemitismus – ein Angriff auf ein jüdisches Grundrecht, getarnt als Antirassismus». Israelische Redner werden ausgeladen, BDS-Aktivisten verbreiten ihre Lügen mit dem Segen der Hochschulleitung, ein Professor ruft dazu auf, «diesen Dreck namens Juden auszurotten».
Dieser Feindseligkeit als Einzelner oder als Minderheit entgegenzutreten, kostet Mut. Der «Club Z» schult das Geschichtsverständnis der Studenten, organisiert Kundgebungen, gibt ihnen ein unterstützendes Netzwerk an die Hand. Er will den jungen Erwachsenen vermitteln, dass der Charakter eines Menschen nicht dadurch definiert wird, welche Hindernisse ihm in den Weg gelegt werden, sondern dadurch, wie er ihnen begegnet. Der Club Z möchte die jungen Leute ermutigen, auf die Umstände so zu reagieren wie der Prophet Jesaja auf den Anruf Gottes: «Hineni (Hier bin ich) – sende mich!» (vgl. Jes. 6,8). Auch Königin Esther fand, ermutigt von Mordechai und mit Gottes Hilfe, zu einer solchen Haltung (vgl Est. 4,15 f.).
Meldung aus factum 06/2022
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