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von Thomas Lachenmaier

Mensch

Menschen zu Kompost

Was soll der Mensch glauben, wie soll er leben? Wer Gott nicht erkennt und den Glauben verwirft, dem ist alles möglich. Auch der Gedanke, Verstorbene zu Kompost zu verarbeiten, wie das seit 2020 im US-Bundesstaat Washington möglich ist.

Das Kompostieren Verstorbener schone das Klima – das war die Motivation für Katrina Spade, dieses Verfahren mit ihrem StartUp-Unternehmen «Recompose» zu entwickeln.

Die Toten werden in ein Behältnis mit Stroh, Holzspänen und Luzerne gegeben und verwandeln sich in einem kontrollierten Prozess in «weiche, schöne Erde, wie die aus dem Gartencenter», erklärte Spade in einem Interview mit «Technology Review». Abschliessend werde die «Verwendbarkeit» des Materials geprüft. Bislang haben sich Angehörige von 20 Familien kompostieren lassen, 620 haben sich angemeldet und bereits bezahlt. Der Bestattungsservice ist preiswerter als eine herkömmliche Bestattung.

Ohne Gott de-zivilisiert sich eine Gesellschaft; Lüge beherrscht die Politik, Unverstand und Willkür bereiten den Weg in die Barbarei, in eine antichristliche Gesellschaft. Der Säkularismus kann keine Moral begründen, konsequent gedacht führt er genau zu dem, was längst Alltag ist: Hysterische Ängste vor Krankheit und Klima, Tyrannei, Herrschaft der Propaganda, Gewalt gegen die Wehrlosesten. Gottlosigkeit liefert den Menschen dem hohlen und leeren Götzen «säkulare Selbstbestimmung» aus – ohne Erbarmen. Denn man kann immer noch «konsequenter» handeln: Ist das «Menschenmaterial» für Kompost nicht zu schade, kann man die Verwertung nicht «upgraden»?

Ohne Gott verfällt der Mensch dem Irrwahn, lehrt die Bibel. Diese Entwicklung ist in den vormals jüdisch-christlich inspirierten Gesellschaften weit fortgeschritten. Das Handeln der Politiker und der Gehorsam und die Verführbarkeit der Menschen zu diesem Irrwahn sind der Beleg dieser rasanten Entwicklung. Gottlosigkeit hat einen Preis.

Meldung aus factum 03/2021.

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