© Dong Wook Kim / Max-Planck-Institut für Intelligente Systeme, Kolorierung ETH Zürich

Uhr
von factum-Redaktion

Natur

Lebensrettende Blüte

Wie bringt man ein Medikament im Körper genau dorthin, wo es wirken soll? Forscher der ETH Zürich haben dazu Mikropartikel aus hauchdünnen Blättern entwickelt, die mittels Ultraschall Medikamente über die Blutbahn zielgenau zu einem Tumor oder einem Blutgerinnsel transportieren.

Durch diese gezielte Wirkung sollen Nebenwirkungen minimiert werden. Die Forscher veröffentlichten ihre Ergebnisse in der Fachzeitschrift Advanced Materials.1

Die Partikel, die die Wissenschaftler verwenden, sehen aus wie Papierblumen oder Sandrosen. Sie bestehen aus hauchdünnen Blättchen. Diese Blütenteilchen haben einen Durchmesser von ein bis fünf Mikrometern und sind damit kleiner als ein rotes Blutkörperchen. Im Verhältnis zu ihrer Grösse haben die Blütenpartikel eine riesige Oberfläche. Dadurch können sie sehr grosse Wirkstoffmengen aufnehmen. Die «Blüten» lassen sich auch mit Molekülen beschichten, die Licht absorbieren. So sind sie mit Ultraschall oder der sogenannten optoakustischen Bildgebung sehr gut sichtbar.

Die Forscher konnten die Partikel mit einem Krebsmedikament beladen und injizierten sie in den Blutkreislauf von Mäusen. Mit fokussiertem Ultraschall hielten sie die Teilchen an einer vorher festgelegten Stelle im Blutkreislauf fest. Das funktionierte, obwohl das Blut weiter zirkulierte und an den Partikeln vorbeifloss. Mit dieser Technik wollen die Forscher eines Tages Medikamente zu Tumoren transportieren oder zu Thromben, die Blutgefässe verstopfen. Dafür wollen sie ihren Ansatz nun weiterentwickeln. Sie planen weitere Untersuchungen an Tieren, bevor die Technik möglicherweise auch Menschen mit Durchblutungsstörungen oder Krebs zugutekommen kann.

1 https://doi.org/10.1002/adma.202404514

Meldung aus factum 02/2025

Zurück

Wir möchten eine klare christliche Stimme in unserer Gesellschaft sein - unabhängig, bibeltreu und aktuell.
Damit das gelingt, sind wir auf Ihre Unterstützung angewiesen.

Neue News

© shutterstock.com/Mini-Onion
Glaube

Ein grosser Segen

Ein Land in Europa – ohne Bibel in eigener Landessprache? Das ist die Realität in Luxemburg. Eine Bibel auf Luxemburgisch wird erst jetzt Wirklichkeit – mit grossem Segen.

[mehr] Ein grosser Segen
© shutterstock.com/Lukas-Gojda
Natur

Waldgeräusche beruhigen

Eine Studie¹ zeigt, dass Waldgeräusche sich positiv auf das kurzfristige Wohlbefinden von Menschen auswirken – insbesondere gilt das für heimische Wälder.

[mehr] Waldgeräusche beruhigen
© shutterstock.com/Casimiro-PT
Mensch

Israelhass als Geschäft

Wenn Judenfeindschaft mehrheitsfähig wird, dann wird der ideologische Kampf gegen Israel zum Geschäft. Das sieht man exemplarisch an Organisationen wie «Ärzte ohne Grenzen», «Amnesty International» oder «Greenpeace», die sich immer weniger um ihre ursprünglichen Anliegen kümmern und stattdessen Spendengelder mit populären israelfeindlichen Kampagnen generieren.

[mehr] Israelhass als Geschäft

Mehr entdecken

ethos  

Neben factum gibt der Schwengeler Verlag eine weitere Zeitschrift heraus. ethos bringt die Frohe Botschaft mitten ins Leben, informiert über Zeittrends, hält den Wertmassstab der Bibel hoch und macht Mut, den Glauben im Alltag zu leben. Die Zeitschrift für Jung und Alt erscheint 6-mal im Jahr mit 68 Seiten.

ethos open hands 

Das christlich-soziale Hilfswerk ist aus der Arbeit des Schwengeler Verlags entstanden. ethos open hands ist eine Nonprofit-Organisation im Sinn einer biblischen Missionsarbeit nach christlichen Grundsätzen. Wir unterstützen Menschen in Rumänien in ihrer materiellen, physischen und geistlichen Not.