© shutterstock.com/robert_s

Uhr
von Thomas Lachenmaier

Mensch

Langsam wird es eng: Schuld und Schulden

Nicht mehr Geld auszugeben, als man hat, ist ein moralischer Grundsatz. Mancher, der in der Patsche sitzt, wäre froh, er hätte so gehandelt. In der Wirtschaft, wie auch im Privaten, ist es dennoch legitim und kann vernünftig sein, diesem Rat nicht immer zu folgen. In Massen genossen werden Schulden zur Investition.

Wenn dieser Grundsatz aber mit Füssen getreten wird und man nur noch von Schulden lebt, dann macht man sich schuldig. Die europäischen Länder und auch die EU setzen seit vielen Jahren auf das grenzenlose Schuldenmachen, angetrieben durch rekordtiefe Zinsen. Nun kommt das Ende der Fahnenstange in Sicht und die Angst wächst, dass das Kartenhaus in einem Finanzcrash zusammenfällt.

Um fantasievolle Ideen, wie die Schuld(en)wirtschaft am Laufen gehalten werden kann, war der Internationale Währungsfonds (IWF) noch nie verlegen. Aber langsam wird es eng: Die bewährte Methode, die Konjunktur im Abschwung durch tiefe Zinsen zu stimulieren, wird kaum funktionieren: Noch tiefer geht bald nicht mehr.

Nun denkt der IWF über flächendeckende Negativzinsen nach: Wer Geld auf dem Konto hat, wird zu einer Gebühr auf sein Erspartes verdonnert – und damit dazu genötigt, sein Geld auszugeben. «Das würde die Nachfrage beflügeln, die Wirtschaft stimulieren», so die Experten (Experten für Schulden) des IWF. Der Plan scheitert aber an der Existenz von Bargeld: Die Sparer würden ihr Geld einfach abheben und zuhause verwahren und sparen.

Deshalb sieht ein IWF-Plan vor, für das Buchgeld auf dem Konto Negativzinsen (eine Strafgebühr) einzuführen und zugleich Bargeld nur noch zu demselben verringerten Kurs beziehen zu können. Das käme also einer Entwertung auch des Bargeldes gleich. Dem IWF und den Finanzministern ist das Bargeld ein grosses Ärgernis. Haben sie es erst einmal entwertet und dann abgeschafft, steht der Enteignung der Sparer nichts mehr im Wege.

Artikel aus factum 02/2019.

Zurück

Wir möchten eine klare christliche Stimme in unserer Gesellschaft sein - unabhängig, bibeltreu und aktuell.
Damit das gelingt, sind wir auf Ihre Unterstützung angewiesen.

Neue News

© shutterstock.com/fran_kie
Mensch

Feindbild «rechts»

Fast ein Drittel der Deutschen ordnet sich rechts der Mitte ein. Durch den «Kampf gegen Rechts» werden diese Bürger ausgegrenzt.

[mehr] Feindbild «rechts»
© shutterstock.com/Mini-Onion
Glaube

Ein grosser Segen

Ein Land in Europa – ohne Bibel in eigener Landessprache? Das ist die Realität in Luxemburg. Eine Bibel auf Luxemburgisch wird erst jetzt Wirklichkeit – mit grossem Segen.

[mehr] Ein grosser Segen
© shutterstock.com/Lukas-Gojda
Natur

Waldgeräusche beruhigen

Eine Studie¹ zeigt, dass Waldgeräusche sich positiv auf das kurzfristige Wohlbefinden von Menschen auswirken – insbesondere gilt das für heimische Wälder.

[mehr] Waldgeräusche beruhigen

Mehr entdecken

ethos  

Neben factum gibt der Schwengeler Verlag eine weitere Zeitschrift heraus. ethos bringt die Frohe Botschaft mitten ins Leben, informiert über Zeittrends, hält den Wertmassstab der Bibel hoch und macht Mut, den Glauben im Alltag zu leben. Die Zeitschrift für Jung und Alt erscheint 6-mal im Jahr mit 68 Seiten.

ethos open hands 

Das christlich-soziale Hilfswerk ist aus der Arbeit des Schwengeler Verlags entstanden. ethos open hands ist eine Nonprofit-Organisation im Sinn einer biblischen Missionsarbeit nach christlichen Grundsätzen. Wir unterstützen Menschen in Rumänien in ihrer materiellen, physischen und geistlichen Not.