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von Thomas Lachenmaier

Mensch

Kleine Gesten, grosse Worte

Bei Demonstrationen für den Schutz des Lebens, und auch für Israel und das jüdische Volk, ist es für die Polizeibeamten eine erfreuliche Erfahrung, dass sie von Teilnehmern mit einem freundlichen Wort angesprochen werden: «Vielen Dank für euren Einsatz!»

In einem kurzen Gespräch erfahren die Polizisten, dass man ihre Arbeit wertschätzt, ihre Aufgabe in einem Rechtsstaat anerkennt. Und sie erleben auch, dass sie nicht nur als Funktionsträger wahrgenommen werden, sondern als individuelle Menschen mit ihren je eigenen Herausforderungen, Bedürfnissen und Gefühlen.

Es gibt keine Statistik darüber, dennoch bin ich mir sicher: Bei Demonstrationen von Linken und der «Love-Parade» (obwohl sie so heisst) machen Polizeibeamte diese Erfahrung eher selten. Und wenn für die «Palästinenser» demonstriert wird, wo Muslime und Linke gemeinsam ihren Hass auf Israel zelebrieren, wird die Polizei nicht mit einem freundlichen Wort begrüsst, sondern mit Flaschen, Steinen und Feuerwerkskörpern. Wer «für Palästina» demonstriert, darüber sollte man sich völlig klar sein, ist ein Feind von Menschenrechten, die für alle gelten sollen. Er ist ein Feind Israels. Er ist ein Feind der Juden und mit allerhöchster Wahrscheinlichkeit auch ein Feind der Christen.

Ist das nicht zu harsch gesprochen? Gibt es nicht auch solche darunter, die einfach in Sorge sind um die Menschen, die im Libanon und Gaza leiden, unschuldig? Ja, solche mag es geben. Aber das macht es kaum besser: Wenn jemand zur Zeit des Zweiten Weltkrieges in einem freien Land «für Deutschland» auf die Strasse gegangen wäre (offenbar ist das, etwa in Amerika, nicht passiert, der gesunde Menschenverstand hatte noch Heimatrecht im Oberstübchen einer Mehrheit), dann wäre jedem klar gewesen, dass hier ein moralischer Kompass völlig aus dem Lot geraten ist.

Aus moralischer Sicht spielt es keine Rolle, aus welcher Motivation heraus jemand etwas macht. Es kommt nicht auf «gut gemeint» an. Die gute Absicht ist für die moralische Bewertung völlig irrelevant. Dennis Prager weist auf dieses philosophische Paradigma immer wieder hin. Dass jemand auf die «Palästina-Demo» geht, weil er um die zivilen Opfer bekümmert ist, macht seine Tat nicht besser. Er unterstützt objektiv Mörder und Vergewaltiger, Entführer, bestialische Verbrecher, ein Terrorregime. Er unterstützt eine dämonische, antizivilisatorische Ideologie, die ein ganzes Volk auslöschen will. Nicht nur die Juden in Israel, alle Juden. Und: Er steht nicht auf der Seite derjenigen, die «zum Tode geschleppt» werden (vgl. Spr. 24,11–12). Er redet sich heraus – «wir wussten nichts davon!» – oder leugnet es. Aber vergeblich: «der die Herzen prüft, er merkt es, und der auf deine Seele achthat, er weiss es».

Aus welchem Grund auch immer einer «für Palästina» demonstriert, er stellt sich gegen eine legitime Nation, die «ohne Grund gehasst» wird (vgl. Ps. 35, Ps. 38, Ps. 109, Ps. 119). «Mehr als die Haare meines Hauptes sind die, die mich ohne Ursache hassen; mächtig sind, die mich vernichten wollen, meine Feinde sind sie ohne Grund; was ich nicht geraubt habe, das soll ich dann erstatten» (Ps. 69,5). Seine Tat fördert das Böse und hindert das Gute. Die schlimmsten Menschheitsverbrechen wurden aus den ehrenwertesten Motiven begangen. Kein gutes Motiv macht das Entscheidende besser. Was zählt, sind die Taten, die Folgen einer Handlung.

Meldung aus factum 01/2025

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