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von Thomas Lachenmaier
Israel unterstützt Einwanderer aus Frankreich
Die israelische Regierung rechnet mit Zehntausenden französischer Juden, die Frankreich in den kommenden Jahren verlassen werden. 43 Prozent der französischen Juden erwägen, Aliya zu machen. Eine Rolle spielen die Anschläge und Übergriffe radikaler Muslime gegen jüdische Franzosen. Aber auch dass in der Allgemeinbevölkerung der Antisemitismus immer breitere Bevölkerungsteile erfasst, spielt eine Rolle. So waren bei den Kundgebungen der «Gelbwesten» judenfeindliche Parolen an der Tagesordnung.
Dass die Einwanderung von Juden seit Jahrzehnten auch von christlichen Organisationen unterstützt wird, war nicht vielen Israelis bekannt. Inzwischen gibt es immer wieder Berichte in israelischen Medien darüber. So berichtete «Jerusalem online», dass die christliche Organisation «Ebenezer» im Lauf vieler Jahre schon 160 000 Menschen aus vielen verschiedenen Nationen bei der Rückkehr geholfen hat und in 50 Ländern vertreten ist. Eine Reportage schilderte die Einwanderung einer Familie Harrel aus Miami Beach (Florida) mit ihren vier Kindern, die von «Ebenezer» unterstützt wurde. Auf die Frage eines Reporters, warum sie sich so engagiere, verwies eine «Ebenezer»-Mitarbeiterin auf Prophetenworte (Jesaja 49, Vers 22): «So spricht Gott der HERR: Siehe, ich will meine Hand zu den Heiden hin erheben und für die Völker mein Banner aufrichten. Dann werden sie deine Söhne in den Armen herbringen und deine Töchter auf der Schulter hertragen.» In dem Bericht wurde auch an Worte von Ministerpräsident Benjamin Netanjahu erinnert, der unlängst erklärt hatte, dass Juden und Christen füreinander einstehen: «Wir haben keine besseren Freunde auf der Welt als unsere christlichen Freunde und ich danke ihnen für ihre unerschütterliche Unterstützung.» Solche Berichte tragen dazu bei, das Bild von Christen und des Christentums in der jüdischen Bevölkerung positiv zu verändern, welches stark von der Geschichte der kirchlichen Judenfeindschaft geprägt ist. Das wird nicht ohne Folgen bleiben.
Artikel aus factum 01/2019.
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