Uhr
von factum-Redaktion
Israel in Bibel ersetzt
Darauf machte der dänische Autor Jan Frost aufmerksam. Er zählte im Neuen Testament 59 von 60 Stellen des griechischen Urtextes, an denen «Israel» durch «Juden» oder dem «Land der Juden» ersetzt wurde. Das überarbeitete Neue Testament ist bereits seit 2007 im Umlauf. Im Jahr 2020 wurde nun aber eine vollständige und überarbeitete Bibel veröffentlicht, bei der auch an neun Prozent der Stellen im Alten Testament das Wort «Israel» entfernt oder durch «uns» ersetzt wurde. So heisst es zum Beispiel in Psalm 121,4 ursprünglich: «Der Hüter Israels schläft noch schlummert nicht.» In der verfälschten Bibel heisst es: «Wer über uns wacht, wird weder schlummern noch schlafen.»
Die Übersetzung löste international Kritik aus. Die Bibelgesellschaft wies die Vorwürfe jedoch zurück. Nichts liege ihr ferner, als antisemitisch zu handeln, hiess es in einer Stellungnahme. Der Bezug auf Israel sei entfernt worden, um das historische Land Israel vom modernen Staat Israel zu unterscheiden. Die Gesellschaft wies zudem darauf hin, dass in der neuen Übersetzung mehr als 2000-mal die Worte «Israel» oder «Israelit» und über 500-mal die Begriffe «Jude» oder «jüdisch» vorkämen. Petra Heldt, Direktorin der «Ökumenischen Theologischen Forschungsgemeinschaft», Jerusalem, hält dem jedoch dagegen. So bedeute der Tausch von «Israel» gegen «uns» nicht einfach nur, ein Wort durch ein anderes zu ersetzen, sondern das Konzept zu vertauschen. «Der ursprüngliche Empfänger, Israel, ist ersetzt und seiner Privilegien beraubt worden», so Heldt.
Meldung aus factum 04/2020.
Wir möchten eine klare christliche Stimme in unserer Gesellschaft sein - unabhängig, bibeltreu und aktuell.
Damit das gelingt, sind wir auf Ihre Unterstützung angewiesen.
Neue News
Regenwälder erstaunlich resilient
Mehr als die Hälfte der tropischen Regenwälder wurde inzwischen gerodet, ihre Fläche nimmt weiterhin drastisch ab. Besteht eine Chance auf Regeneration?
[mehr] Regenwälder erstaunlich resilientWenn Meinungen strafbar werden
Der Fall wirkt auf den ersten Blick unscheinbar – und entfaltet doch erhebliche Sprengkraft. Internationale Medien berichten. Zwei junge Christen, Niko und Tino, veröffentlichen auf ihrem missionarischen Kanal «Eternal Life» (Ewiges Leben) ein islamkritisches Video.
[mehr] Wenn Meinungen strafbar werdenEs war einmal ein Klimaszenario ...
Ein extremes Klimaszenario, fünf Grad plus bis 2100! Nicht entwickelt, um der Öffentlichkeit eine mögliche Zukunft vorzurechnen, sondern als Konstrukt, um Klimaeffekte zu erforschen, weil stärkere modellierte Erwärmung deutlichere Signale erzeugt. Interessante Spielereien eben.
[mehr] Es war einmal ein Klimaszenario ...Mehr entdecken
ethos – Glaube. Schöpfung. Welt.
Neben factum gibt der Schwengeler Verlag eine weitere Zeitschrift heraus. ethos macht Mut, informiert über Zeittrends und erleichtert die Meinungsbildung. Die Familienzeitschrift erscheint 12-mal jährlich und spricht alle Altersgruppen an. Das Evangelium von Jesus Christus steht im Zentrum und bringt damit die Frohe Botschaft mitten ins Leben.