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von Elazar Ari Lipinski

Mensch

Im Garten der Sieben Arten

Die «Sieben Arten» des Landes Israels haben landwirtschaftliche, historische und symbolisch-theologische Bedeutung. Ari Lipinski beschreibt sie in einer vierteiligen Serie für factum. Teil 1.

Weizen, Gerste, Weinstock, Feigenbaum, Granatbaum, Olivenbaum und Honig – diesen «Sieben Arten» hat die Bibel sowohl eine herausragende landwirtschaftliche als auch eine enorme historische und eine tiefe symbolisch-theologische Bedeutung beigemessen. Lassen Sie uns nun einen «Spaziergang» im Garten der Sieben Arten machen, und dabei einige Perlen der hebräischen Bibel entdecken.

Deuteronomium Kapitel 8,7–9: «Denn der HERR, dein Gott, bringt dich in ein gutes Land ... ein Land von Weizen und Gerste und Weinstöcken und Feigenbäumen und Granatbäumen; ein Land von ölreichen Olivenbäumen und Honig» (Elberfelder 1900. Im hebräischen Original stehen alle sieben Arten in einem Vers). In der Bibelübersetzung von Naftali Herz Tur-Sinai lautet Vers acht: «... ein Land des Weizens und der Gerste, des Weins und der Feige und Granate, in ein Land der Ölbeere und des Honigs».

Die besonderen Tugenden des verheissenen Landes Israel werden stellvertretend durch die Sieben Arten des Landes veranschaulicht. Die Gelehrten Israels haben sich daher seit über 2500 Jahren mit Fragen der besonderen Eigenschaften, des praktischen Nutzens und der symbolischen Bedeutung dieser Arten beschäftigt. Der bekannte Ausdruck «ein Land von Milch und Honig» wird bereits im Buch «Schemot», Exodus 3, Vers 8 erwähnt. Insgesamt finden wir 21 Bibelstellen mit diesem Ausdruck («Bibel» steht in dieser Serie für den hebräischen Tenach von 24 Büchern, das heisst, ohne die Bücher des Neuen Testaments).

Im Tenach kommt Weizen (hebräisch «Chita») 30-mal, Gerste («Seora») 32-mal, Weinstock («Gefen») 53-mal (Weintraube «Anawim» 19-mal), Feige («Te’ena») 38-mal (und im Plural «Te’enim» 13-mal), Granatapfel («Rimon») 45-mal, Olive («Zajit») 36-mal und Dattel («Tamar») 42-mal (sowie Honig [«Dwasch»] im Sinne von Dattelhonig 55-mal) vor. Die über 20 Erwähnungen des Frauennamens Tamar sind nicht mitgerechnet. Insgesamt haben wir also 363 Erwähnungen der Sieben Arten in der hebräischen Bibel. Die Gelehrten Israels haben zu diesen 363 Bibelstellen seit dem babylonischen Exil bis Ende des 20. Jahrhunderts in ihren Erläuterungen mehr als 22 000 Einzelkommentare zu den Sieben Arten des Landes erstellt.

Landwirtschaftliche Nutzpflanzen

Welche der Sieben Arten befanden sich zum biblischen Zeitpunkt der Auswahl der Arten im Land Israel (Kanaan)? Man bedenke, dass ein bedeutender Teil der Arten erst in späteren Perioden im Land zu finden ist. Warum sind die Sieben Arten wichtiger als andere?

Lesen Sie den ganzen Artikel in factum 01/2023

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