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von Martina Schubert
«Ich hasse nicht, ich unterstütze keinen Hass»
Es sei schwer, in Worte zu fassen, wie tief der Schmerz ist, wie unerträglich die Sehnsucht nach ihrer Mutter und wie sehr diese Sehnsucht ihr Herz und ihre Seele breche. Sie appellierte an die Zuhörer: «Helfen Sie uns, Frieden durch Liebe zu schaffen.» Der israelische UN-Botschafter Danny Danon (links) hatte die Angehörigen zu der UN-Sitzung eingeladen.
Der Ehemann der Ermordeten, Natan Meir, erklärte: «In meinem Herzen habe ich Liebe für meine arabischen Nachbarn und ich weiss, dass die meisten von ihnen in dem Land, das heilig für uns ist, zusammen in Frieden leben wollen.» Er rief die internationale Gemeinschaft auf, «Brücken anstatt Spannungen aufzubauen». Anstatt Bedrohungen sollten die Beteiligten Liebe schaffen.
Dafna Meir war am 17. Januar von einem Terroristen erstochen worden. Sie ist Mutter von vier eigenen Kindern (Renana, 17, Akiva, 15, Noa, 11, Ahava, 10) und von zwei Pflegekindern (Yair, 6, und Yaniv, 4). Die Familie lebt in Judäa, in der Ortschaft Otniel. Dafna stand mit Renana an der Tür, als der Attentäter sich mit einem Messer näherte. Zuerst versuchte die Mutter den Angriff abzuwehren, um die drei Kinder, die gerade zuhause waren, zu schützen. Nach mehrfachem Einstechen auf ihre Mutter flüchtete der Angreifer. Noch vor Ort erlag Dafna ihren Verletzungen.
Dafne Meir arbeitete als Krankenschwester in der Neurochirurgie des Soroka Medical Centers in Beer Sheva. Sie war zudem in der Eheberatung tätig. Der Mörder hatte nach seiner Verhaftung berichtet, dass er den Entschluss zu der Tat gefasst hatte, nachdem er palästinensisches Fernsehen gesehen hatte, in dessen Sendungen Morde an Juden legitimiert und die Mörder verherrlicht werden.
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