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von Thomas Lachenmaier
Embryozellen für Kosmetik und Medikamentenproduktion
Die verwendeten Embryozellen stammen teils aus den 60er- und 70er-Jahren, es werden aber auch gegenwärtig solche Zellen aus abgetriebenen Kindern produziert, weil sich ältere Linien zum Teil nicht mehr gut teilen. Für die sogenannte WALWAX-2-Linie von 2015 wurde ein zwölf Wochen altes abgetriebenes Kind verwendet. Die Abtreibungen müssen auf eine ganz bestimmte Weise (die «Water Bag»-Methode) vorgenommen werden, um die «Intaktheit» des Kindes zu gewährleisten. Das Gewebe, das zur Entwicklung einer Zelllinie verwendet wird, muss «lebendfrisch» (so der Fachterminus) entnommen und sofort weiterverarbeitet oder gekühlt werden.
Wie ist nun die Verwendung von Embryonen zur Herstellung von Medikamenten ethisch zu bewerten? Prof. Cullen zeigt die verschiedenen Positionen sachlich auf und berichtet hier stellvertretend über die gegensätzlichen Argumentationen des italienischen Philosophen Roberto Mattei und des amerikanischen Kommentators Chris Ferrara. Der einzige Weg, dieser Entwicklung Einhalt zu gebieten, sei es, ihre Produkte konsequent abzulehnen, so Chris Ferrara. Dass öffentlicher Widerspruch Wirkung hat, zeigte sich am Fall des Impfstoffherstellers Sanofi-Pasteur. Anfang 2020 stellte er nach Protesten die Herstellung seines Impfstoffs gegen Kinderlähmung von fetalen Zellen auf eine ethisch unbedenkliche Methode um. Die Kooperation mit der Abtreibung ist «nicht entfernt, sondern unmittelbar», so Ferrara, «da die verwendeten Zelllinien nach wie vor die Erbsubstanz des abgetriebenen Kindes enthalten, die auch, wenngleich nur in Spuren, in den Impfstoffen selbst nachzuweisen ist». Bei einer Verwendung von ethisch fragwürdigen Impfstoffen und Medikamenten dürfe «der Zweck nicht die Mittel heiligen».
Lesen Sie die ganze Meldung in factum 02/2022
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