© shutterstock.com/Andrii-Yalanskyi

Uhr
von Thomas Lachenmaier

Mensch

Ein Fall extremer Diskriminierung

Einen Vorgeschmack davon, was auf bekennende Christen zukommt, erlebt derzeit die Evangelische Freikirche in Riedlingen am Südrand der Schwäbischen Alb. Was mit dem angestrebten Austausch eines betagten Farbkopierers anfing, entpuppt sich als ein Geschehen von beträchtlicher Relevanz.

Als der betagte Farbkopierer der Gemeinde durch ein neues Modell ersetzt werden sollte und ein neues Angebot der Firma «Canon» vorlag, mit der die Gemeinde seit Jahren einen Wartungsvertrag hat, kam ein überraschender Bescheid von «Canon»: «Aus ethisch-moralischen Gründen lehnt unser Bankpartner (die BNP) sowie die Canon Deutschland GmbH eine erneute Geschäftsbeziehung mit der Evangelischen Freikirche Riedlingen ab.»

Auf Nachfrage erläuterte «Canon» seinen Entscheid: «Wir sind durch die BNP auf Pressemitteilungen zu Äusserungen von Vertretern der Evangelischen Freikirche Riedlingen aufmerksam gemacht worden, die nicht den ethischen Grundwerten der Canon Deutschland entsprechen. Mit solchen Äusserungen möchte die Canon Deutschland auch nicht mittelbar in Verbindung gebracht werden.» Diese Entscheidung sei «auf Konzernebene durch unsere Legal&Finance-Abteilung getroffen» worden.

Es ist die achtgrösste Bank der Welt, die hier gegen eine kleine Kirche im Schwäbischen agiert: «BNP Paribas» wird vom Finanzstabilitätsrat als global «systemrelevant» eingestuft. Sie ist in mehr als 75 Ländern vertreten, beschäftigt fast 190 000 Mitarbeiter. Es ist eines der 29 wichtigsten Finanzinstitute und gemessen an ihrem Nettoergebnis die grösste Bank der Eurozone.

Pastor Tscharntke geht davon aus, dass es bei der Grossbank eine schwarze Liste von Organisationen und Personen gibt, die in solcher Weise ausgegrenzt werden. Er spricht in diesem Zusammenhang von dem prophetischen Wort in der Offenbarung, in dem es von einer kommenden Zeit heisst, dass «niemand kaufen oder verkaufen kann», der sich der antichristlichen Obrigkeit nicht unterwirft. In seinen Predigten nimmt er kein Blatt vor den Mund. Er kritisiert heftig die Migrationspolitik von Angela Merkel und den Islam. Ungeachtet der Frage, ob es aus biblischer Sicht gut und richtig ist, oder auch weise, sehr politisch zu predigen, so muss doch festgehalten werden: Hier werden Andersdenkende von einem Weltkonzern für ihre legitime Meinungsäusserung mit einer Art Strafe, einem Boykott, belegt. Einer Gemeinde, die offensichtlich nichts strafrechtlich Relevantes verbrochen hat, wird durch Ausschluss an geschäftlicher Teilhabe eine Strafe auferlegt – ohne Ankläger, Richter, Urteil oder Rechtsstaatlichkeit. Das ist ein Fall von extremer Diskriminierung und von Gesetzlosigkeit.

Meldung aus factum 01/2020.

Zurück

Wir möchten eine klare christliche Stimme in unserer Gesellschaft sein - unabhängig, bibeltreu und aktuell.
Damit das gelingt, sind wir auf Ihre Unterstützung angewiesen.

Neue News

© shutterstock.com/Eletha15

Tatsachen und Täuschung

Die Hamas wird einer Entwaffnung niemals zustimmen. Im Gegensatz zu den Aussagen der Hamas-Vertreter in den Verhandlungen offenbaren ihre Verlautbarungen auf Arabisch die tatsächlichen Absichten. Auch die Autonomiebehörde (PA) steht fest zu ihren Plänen zur Vernichtung Israels.

[mehr] Tatsachen und Täuschung
© shutterstock.com/Firdi Arham
Glaube

«Ich will den Segen weitergeben»

Der Engländer Graham McCabe (61) verbrachte vier Jahre im Gefängnis. Mit factum sprach er über seine erstaunliche Bekehrungsgeschichte. Heute liegen ihm gebrochene Menschen am Herzen.

[mehr] «Ich will den Segen weitergeben»
© shutterstock.com/Lukas Gojda
Mensch

Vorboten des Terrors

Der Brandanschlag auf die Berliner Stromversorgung über den Jahreswechsel 2025/26 war kein blosser «Stromausfall», wie ihn manche Medien verharmlosten.

[mehr] Vorboten des Terrors

Mehr entdecken

ethos – Glaube. Schöpfung. Welt.

Neben factum gibt der Schwengeler Verlag eine weitere Zeitschrift heraus. ethos macht Mut, informiert über Zeittrends und erleichtert die Meinungsbildung. Die Familienzeitschrift erscheint 12-mal jährlich und spricht alle Altersgruppen an. Das Evangelium von Jesus Christus steht im Zentrum und bringt damit die Frohe Botschaft mitten ins Leben.

open hands – Hoffnung, die hilft.

Die christlich-soziale Osthilfe unterstützt Menschen in
Rumänien – praktisch, herzlich und im Vertrauen auf
Gottes Wort.