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von factum-Redaktion
Die weltgrösste Bibellesegemeinde
Staatspräsident Reuven Rivlin hatte die Bibellese-Kampagne zusammen mit seiner Frau eröffnet. Eine Internetseite informiert über das aktuelle Kapitel des Tages. Man kann die Bibel online lesen oder hören, es gibt Bibelarbeiten dazu und Anregungen prominenter Personen des öffentlichen Lebens.
In der Residenz des Präsidenten hat das Bibellesen eine lange Tradition. Seit den ersten Jahren des Staates Israel findet hier ein Bibelseminar statt. Rivlin sieht sich hier «auf dem Pfad meiner Amtsvorgänger». Er beteiligt sich auch persönlich an dem «Projekt 929»: «Ich möchte als Bürger an der Seite der anderen Israelis die Bibel studieren.» Er erinnerte daran, dass es die Bibel ist, die «den Menschen sucht, der sich jeden Tag entscheidet». «Das Projekt ist für mich die Erfüllung eines Traumes», sagte Rivlin.
Eine Entscheidung sei «eine moralische Tat», erläuterte Rivlin. Sie sei erforderlich «beim Bestehen klarer und entgegengesetzter Möglichkeiten: Licht und Dunkelheit, Gutes und Böses, Leben und Tod». Insofern sei das Projekt kein «Freizeitseminar». Es lade vielmehr dazu ein, sich mit «dem explosivsten Buch in der Geschichte auseinanderzusetzen». Die Bibel habe «Sklaven befreit, Nationen geschaffen und Unterdrückte aufgerichtet».
Der frühere Bildungsminister Schai Piron hatte das «Projekt 929» zu einem Hauptanliegen seines Ministeriums gemacht. Er hatte darauf hingewiesen, dass die Bibel «uns Werte wie Freundlichkeit gegenüber dem Fremden gibt und Fürsorge für die Witwe und den Waisen. Wir alle sind auf der Suche nach Sinn des Lebens». Nach Überzeugung des stellvertretenden Bildungsministers Warzman nehmen Millionen Juden in aller Welt an dem Programm teil. Damit seien sie «Teil der grössten Bibelstudiumsgemeinde der Welt». Am 19. April 2018, am 70. Jahrestag der Unabhängigkeit Israels (nach dem jüdischen Kalender), wird das letzte Kapitel gelesen.
(Artikel aus factum 01/2018)
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