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von Thomas Lachenmaier
Die andere Globalisierung
Heute erscheint es uns plausibel und auch zwangsläufig, dass sich die weltweiten Geschehnisse hin zu der Globalisierung entwickeln, die wir heute beobachten können. Also in Richtung einer zunehmenden Vernetzung und Verflechtung, zu immer stärkeren wechselseitigen Abhängigkeiten, hin auch zu einer globalen ökonomischen, rechtlichen, politischen und letztlich auch weltanschaulichen Vereinheitlichung. Wir sind ja Zeuge dieser fortschreitenden Entwicklung, sie erscheint uns also selbstverständlich. Wie war das vor Tausenden von Jahren? Hat das Thema Globalisierung die Menschen bewegt, war das überhaupt ein Thema für sie?
Nein, sicher nicht. Wie die Welt Tausende, gar Zehntausende Kilometer weit entfernt aussah, was dort geschah, ob dort überhaupt Menschen leben, wussten die Menschen nicht, es war für ihr Leben auch nicht von Belang, es hatte keinerlei Relevanz, es beeinflusste ihr Leben nicht. Wohl gab es Handelsrouten, auf denen über weite Strecken Waren transportiert wurden, edle Stoffe etwa, Gewürze oder Weihrauch. Aber die Vorstellung der «einen Welt», einer Entwicklung hin zu einer Welt als «globalem Dorf», gar einer Weltregierung, gab es nicht. Auch war es ausserhalb von jedem Vorstellungsvermögen, dass man in Echtzeit wissen kann, noch dazu über den originalen Ton und das originale bewegte Bild vermittelt, was am anderen Ende der Welt geschieht. Bei den Denkern der Antike spielt aus diesem Grund die Vorstellung einer zielgerichteten Entwicklung des Geschehens in Richtung einer Globalisierung auch keine Rolle. Und auch in Schriften aus noch früherer Zeit finden wir keine Aussagen über dieses Wesensmerkmal der Menschheitsgeschichte, über ihre Entwicklung zu einer weltweiten Normierung politischer, gesellschaftlicher, juristischer und sogar weltanschaulicher Bereiche. Keiner verschwendete in alter Zeit einen Gedanken über dieses Thema. Aber halt! Stimmt das wirklich?
Ein Buch ist anders
Die Bibel, die Heilige Schrift, wusste von Anfang an um diese weltweite Tendenz und Entwicklung.
Lesen Sie den ganzen Artikel in factum 03/2022
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