© Stephen Shore, Reprinted from «Survivors in Ukraine» (Phaidon, 2015)

Uhr
von Thomas Lachenmaier

Mensch

Dennoch: Das Volk Israel lebt

Vor dem Zweiten Weltkrieg bestand in der Ukraine mit 2,7 Millionen Menschen die drittgrösste jüdische Gemeinschaft in Europa. Als die Wehrmacht 1941 die Ukraine erreichte, bedeutete das den Tod von 1,5 Millionen ukrainischen Juden. Erst vor wenigen Jahren begann die Untersuchung dieses Genozids. Ein Buch, ein Bildband und ein Film würdigen die Überlebenden der Verbrechen.

Der amerikanische Fotograf Stephen Shore ist ein zurückhaltender, sorgsamer Chronist. Für seinen Bildband («Survivors in Ukraine», 175 Fotografien, ein Essay [englisch] von Jane Kramer, Phaidon Verlag) reiste er in die Ukraine, um Zeugnis zu geben von den Menschen, die dem Verbrechen entgingen. Es sind stille, unspektakuläre Bilder der betagten Menschen und ihrer ärmlichen Umgebung: Wohnungsdetails, Gärten, Menschen, die beisammensitzen. Im Bild: Alexandra Futeran aus dem Dorf Tomashpil.

Dass dieses Geschehen aus dem Dunkel des Vergessens geholt wird, ist Patrick Desbois zu verdanken. Er konnte mit zahlreichen Zeugen der Verbrechen sprechen, die ihm dankbar für seine Fragen waren. Es konnten Hunderte Tatorte und zahlreiche Massengräber identifiziert werden (Patrick Desbois: Der vergessene Holocaust – Die Ermordung der ukrainischen Juden. Eine Spurensuche. Berlin Verlag). Auch der Dokumentarfilm «Shoah durch Erschiessen» (www.absolutmedien.de) reflektiert diese Ereignisse. Desbois weist auf den engen Zusammenhang zwischen dem Gebot «Du sollst nicht töten» und dem jüdischen Volk hin. Hitler habe diesen Zusammenhang «mit böser Intuition» erfasst und – um das biblische Verbot aufzuheben – versucht, dieses Volk auszulöschen. Das ist nicht gelungen. Am Israel chai – das Volk Israel lebt. Die Verbrechen werden nicht vergessen. Daran haben auch dieser Film und diese Bücher ihren Anteil. Gott steht auf ewig zu seinem Volk. Dieses Versprechen lesen wir in einem anderen Buch: der Bibel.

Zurück

Wir möchten eine klare christliche Stimme in unserer Gesellschaft sein - unabhängig, bibeltreu und aktuell.
Damit das gelingt, sind wir auf Ihre Unterstützung angewiesen.

Neue News

© shutterstock.com/Eletha15

Tatsachen und Täuschung

Die Hamas wird einer Entwaffnung niemals zustimmen. Im Gegensatz zu den Aussagen der Hamas-Vertreter in den Verhandlungen offenbaren ihre Verlautbarungen auf Arabisch die tatsächlichen Absichten. Auch die Autonomiebehörde (PA) steht fest zu ihren Plänen zur Vernichtung Israels.

[mehr] Tatsachen und Täuschung
© shutterstock.com/Firdi Arham
Glaube

«Ich will den Segen weitergeben»

Der Engländer Graham McCabe (61) verbrachte vier Jahre im Gefängnis. Mit factum sprach er über seine erstaunliche Bekehrungsgeschichte. Heute liegen ihm gebrochene Menschen am Herzen.

[mehr] «Ich will den Segen weitergeben»
© shutterstock.com/Lukas Gojda
Mensch

Vorboten des Terrors

Der Brandanschlag auf die Berliner Stromversorgung über den Jahreswechsel 2025/26 war kein blosser «Stromausfall», wie ihn manche Medien verharmlosten.

[mehr] Vorboten des Terrors

Mehr entdecken

ethos – Glaube. Schöpfung. Welt.

Neben factum gibt der Schwengeler Verlag eine weitere Zeitschrift heraus. ethos macht Mut, informiert über Zeittrends und erleichtert die Meinungsbildung. Die Familienzeitschrift erscheint 12-mal jährlich und spricht alle Altersgruppen an. Das Evangelium von Jesus Christus steht im Zentrum und bringt damit die Frohe Botschaft mitten ins Leben.

open hands – Hoffnung, die hilft.

Die christlich-soziale Osthilfe unterstützt Menschen in
Rumänien – praktisch, herzlich und im Vertrauen auf
Gottes Wort.