Uhr
von factum-Redaktion

Mensch

Das Erbe der Achtundsechziger

Deutschland hat ein Problem mit Israel. Hat die politische Führung Deutschlands sogar ein Antisemitismusproblem? Der Historiker Prof. Michael Wolffsohn zog in der Neuen Zürcher Zeitung ein ernüchterndes Resümee über die deutschen Befindlichkeiten gegenüber Israel und dem jüdischen Volk.

Michael Wolffsohn hat sich intensiv mit dem Denken der 68er-Bewegung befasst. Der Historiker sagt: «Die Achtundsechziger waren israelfeindlich eingestellt. Das kann man an allen Umfragen belegen, ich habe das systematisch erforscht.» Mit dem «Marsch durch die Institutionen», der heute als erfolgreich abgeschlossen gelten kann, zeigte sich diese Haltung dann auch in der Politik. Wolffsohn erinnert daran, dass Deutschland 1973, als Israel im Yom-Kippur-Krieg von der Auslöschung bedroht war, den USA die Genehmigung verweigerte, über Deutschland Waffen nach Israel zu transportieren.

Olaf Scholz personifiziere die «alten Denkmuster» der 68er und die Fortsetzung der Achtundsechziger an den Hebeln der politischen Macht. Das Schweigen von Olaf Scholz, als Mahmud Abbas neben ihm von Holocausts schwadronierte, die Israel gegen die Palästinenser verübe, spricht Bände.

Die «vermeintlich Progressiven», so Wolffsohn, betrachten Israel als «Produkt des Kolonialismus. Damit delegitimieren sie auch die Gründung Israels von vornherein». Wolffsohn konstatiert ein kontinuierlich negatives Meinungsbild in Deutschland gegenüber Israel, nicht nur innerhalb der Kulturschickeria.

Die BDS-Kampagne, die «Israel als jüdischen Staat vernichten» wolle, ist bei der progressiven Elite in Deutschland wohlgelitten. Wichtige Kultureinrichtungen suhlen sich in einem als Israelkritik beschönigten Judenhass. Wichtige Kulturschaffende, die mit Steuergeldern finanziert oder unterstützt werden, haben in ihren Texten geradezu klassischen Antisemitismus an den Tag gelegt.

Meldung auf factum 05/2023

Zurück

Wir möchten eine klare christliche Stimme in unserer Gesellschaft sein - unabhängig, bibeltreu und aktuell.
Damit das gelingt, sind wir auf Ihre Unterstützung angewiesen.

Neue News

© shutterstock.com/fran_kie
Mensch

Feindbild «rechts»

Fast ein Drittel der Deutschen ordnet sich rechts der Mitte ein. Durch den «Kampf gegen Rechts» werden diese Bürger ausgegrenzt.

[mehr] Feindbild «rechts»
© shutterstock.com/Mini-Onion
Glaube

Ein grosser Segen

Ein Land in Europa – ohne Bibel in eigener Landessprache? Das ist die Realität in Luxemburg. Eine Bibel auf Luxemburgisch wird erst jetzt Wirklichkeit – mit grossem Segen.

[mehr] Ein grosser Segen
© shutterstock.com/Lukas-Gojda
Natur

Waldgeräusche beruhigen

Eine Studie¹ zeigt, dass Waldgeräusche sich positiv auf das kurzfristige Wohlbefinden von Menschen auswirken – insbesondere gilt das für heimische Wälder.

[mehr] Waldgeräusche beruhigen

Mehr entdecken

ethos  

Neben factum gibt der Schwengeler Verlag eine weitere Zeitschrift heraus. ethos bringt die Frohe Botschaft mitten ins Leben, informiert über Zeittrends, hält den Wertmassstab der Bibel hoch und macht Mut, den Glauben im Alltag zu leben. Die Zeitschrift für Jung und Alt erscheint 6-mal im Jahr mit 68 Seiten.

ethos open hands 

Das christlich-soziale Hilfswerk ist aus der Arbeit des Schwengeler Verlags entstanden. ethos open hands ist eine Nonprofit-Organisation im Sinn einer biblischen Missionsarbeit nach christlichen Grundsätzen. Wir unterstützen Menschen in Rumänien in ihrer materiellen, physischen und geistlichen Not.